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TRAGWEIN. Seit sechs Jahren wächst gelber Senf auf den Feldern von Norbert und Eva Eder vulgo Pankrazhofer. Mit der braunen Senfsaat wurden bereits einige Versuche unternommen, heuer scheint der Senf erstmals geerntet werden zu können.

Norbert, Eva und Helene Eder Fotos: Pia Paulinec
  1 / 5   Norbert, Eva und Helene Eder Fotos: Pia Paulinec

Der Senf ist das jüngste Produkt der Most-, Saft- und Essigproduzenten Pankrazhofer. Vor sechs Jahren wurde der erste Feldversuch durchgeführt. Es wurde viel getüftelt, ausprobiert, denn „Senf auf dem eigenen Acker anzubauen, ist gar nicht so einfach“, schildert Norbert Eder. Doch der Aufwand hat sich gelohnt und schließlich konnte der gelbe Senf erfolgreich geerntet werden.

Hoffnung auf ersten Erfolg

Schwieriger stellt sich das Ganze beim braunen Senf dar. „Da braucht es eine gute Durchwurzelung vom Boden und die Pflanzen sind sehr schädlingsanfällig“, erklärt Norbert Eder. Die Ernte hat der braune Senf in den vergangenen Jahren nie geschafft. Meist scheiterten die Pflanzen bereits in der Keimphase am Feld. „Heuer jedoch steht auch der braune Senf in der Blüte und wir hoffen, dass wir im Sommer den ersten braunen Senf von unseren eigenen Feldern ernten können“, sagen Norbert und Eva Eder, die großen Wert auf Regionalität und Nachhaltigkeit legen. 

Der gelbe Senf vom Pankrazhofer ist in verschiedenen Sorten bereits im Handel erhältlich. Mit Bio-Senfmüller Thomas Weber aus Tirol haben die Pankrazhofers einen guten Partner für die Verarbeitung ihrer Senfkörner gefunden. „Bei uns wird nicht das Senföl verwendet, sondern die ganzen Senfkörner“, erklärt Norbert Eder die besondere Qualität. Die Körner werden mit den Gewürzen zwischen Granitsteinen zermahlen und der Senf reift in einem Fass, bevor er in Gläser abgefüllt wird.

Bekannt mit Most und Essig

Ursprünglich war der Hof der Familie Eder ein Mostheuriger. Norbert Eder hat sich stark mit der Qualität von Most auseinandergesetzt, wurde Mostsommelier und hat das Produkt salonfähig gemacht. Nach und nach wurde der Betrieb ausgebaut und Mitarbeiter eingestellt. Heute ist der Most vom Pankrazhofer weit über das Mühlviertel hinaus bekannt und scheint auf Menükarten von qualitativ hochwertigen Restaurants und Hotels auf.

2015 kam die Produktion von Essig dazu. Eva Eder hat sich gemeinsam mit Birgit Stutz und Barbara Peterseil der alten Kunst handwerklicher Essigherstellung verschrieben. 2020 wurde der Apfelessig der „Essigmacherinnen“ mit Blütenhonig als Österreichs bester Fruchtessig ausgezeichnet. Für Gruppen ist der Bio-Schaubetrieb Pankrazhofer ein beliebtes Ausflugsziel. Dabei wird vor Ort auch erklärt, welche Folgen die Wahl der Rohstoffe auf Geschmack, Umwelt und Region hat. Weitere Infos: www.pankrazhofer.at


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