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Mühlviertler Rettungssanitäter waren bei Notfall am Strand in Kroatien sofort zur Stelle

Mag. Susanne Überegger, 10.08.2021 16:01

MÜHLVIERTEL. Einen unbeschwerten gemeinsamen Urlaub wollten 14 junge Mühlviertler, unter ihnen neun ausgebildete Rettungssanitäter, in Kroatien verbringen. Bei einem tragischen Unglück am Strand leisteten sie sofort Erste Hilfe.

Für den Ernstfall gerüstet: Die jungen Rot-Kreuz-Sanitäter raten jedem, einen Erste-Hilfe-Kurs zu absolvieren. Foto: M.Moira/Shutterstock.com

Ein medizinischer Notfall ereignete sich Ende Juli am Strand direkt vor jener Villa in Kroatien, in der 14 junge Leute aus den Bezirken Freistadt und Urfahr-Umgebung gerade gemeinsam urlaubten. Neun von ihnen sind Rettungssanitäter an den Rot-Kreuz-Dienststellen Gallneukirchen und Walding; fünf absolvieren gerade zusätzlich eine Ausbildung zum Krankenpfleger. Ein 68-jähriger deutscher Urlauber war nach einer Schnorchelrunde im Meer am Steg kollabiert.

„Der Mann hatte noch mit seiner Frau gesprochen, als er plötzlich zusammenbrach“, erzählt Lydia Raffetseder aus Unterweitersdorf. „Durch Schreie vom Strand wurden wir auf den Notfall aufmerksam und eilten dem Mann sofort zu Hilfe“, schildert die Rettungssanitäterin.

40 Minuten lang reanimiert

„Wir begannen direkt mit der Wiederbelebung des Urlaubers, nachdem dieser keine Lebenszeichen mehr zeigte. Außerdem alarmierten wir die Rettung und schirmten die Szene vor den Schaulustigen am Strand ab.“ Gemeinsam mit dem danach eintreffenden Rettungsteam kämpften die Mühlviertler um das Leben des Mannes, doch trotz aller Bemühungen und der schnellen Reaktion der jungen Urlauber – sie sind alle zwischen Anfang und Mitte 20 – verstarb der Urlauber nach 40 Minuten Reanimation an den Folgen seiner Herzvorerkrankung.

„Es kann immer und überall passieren, dass Erste Hilfe gefragt ist. Macht einen Kurs!“ 

Wieder zurück in der Villa sprachen die beherzten Ersthelfer noch lange über das soeben Erlebte. „Wir haben alles versucht und so umgesetzt, wie wir es in der Ausbildung gelernt haben. Es hat uns erstaunt, dass sich am Strand sonst niemand zugetraut hat, zu helfen. Aber gerade weil es immer und überall passieren kann, dass Erste Hilfe gefragt ist, wollen wir an die Gesellschaft appellieren, einen Erste-Hilfe-Kurs zu absolvieren. So ist man für den Ernstfall gerüstet“, haben die jungen Mühlviertler mit ihrer Geschichte eine Botschaft.


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