Community Nurses: Weitere drei Gemeinden im Förder-Boot
TRAGWEIN/BAD ZELL/KÖNIGSWIESEN. Nicht nur Gutau und Schönau haben einen Förderzuschlag für das Projekt „Community Nurse“ erhalten, auch Tragwein, Bad Zell und Königswiesen profitieren in den kommenden drei Jahren von diesem Angebot des Sozialministeriums.

Die Gemeinden Bad Zell und Tragwein haben gemeinsam mit dem Diakoniewerk ein Konzept eingereicht und bewilligt bekommen. Insgesamt werden in ganz Österreich 150 solcher Projekte umgesetzt. Mit dem Angebot der Community Nurses, was soviel wie Gemeindekrankenschwester heißt, soll insbesondere der Verbleib älterer Menschen im eigenen Zuhause unterstützt werden. „Die Betreuenden arbeiten von einem Gesundheits- und Pflegestützpunkt in unseren beiden Gemeinden und sind mobil unterwegs“, so Bürgermeister Martin Moser aus Bad Zell. Und LAbg. Josef Naderer, Bürgermeister von Tragwein, ergänzt: „Community Nurses beraten Senioren und deren Angehörige bei Themen wie Demenz oder Fragen der Pflege.“
Keine Konkurrenz, eine Optimierung
Dieses zusätzliche Angebot, das vom Sozialministerium für drei Jahre zur Gänze finanziert wird, bringt der Bevölkerung in beiden Gemeinden bessere Vernetzung bereits bestehender Beratungs- und Betreuungsangebote. Es ist somit keine Konkurrenz, sondern eine Optimierung des Angebotes, sind sich beide Bürgermeister einig. Auch in Königswiesen freut man sich sehr über die Förderzusage für das Community Nurse-Projekt, berichtet Bürgermeister Roland Gaffl. „Dies ermöglicht uns in unserer großen Gemeinde, den Bedarf von sozialen oder pflegerischen Bedürfnissen der älteren Generation zu erheben und damit optimale Unterstützung anzubieten.“ Zu den Aufgaben der Community Nurse gehört es, vorbeugend und beratend das mögliche Angebot aus dem Sozial-Bereich zielgerichtet zu den Bürgern zu bringen und diese in deren Auswahl zu unterstützen.
Angebot auf Dauer etablieren
Die Ausschreibung für eine diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegekraft auf Basis von 30 Wochenstunden wird in Kürze veröffentlicht. Damit wird ein zusätzlicher, attraktiver Job in der Region etabliert. Angebot auf Dauer „Wichtig ist uns auch, dass nach Ende der Förderzusage ein tragfähiges und leistbares Zusatzangebot im Sozialmanagement in der Region bestehen bleibt“, sagt Gaffl. Gemeinsam mit den Erfahrungen der Community Nurse-Projekte in Bad Zell, Tragwein, Schönau und Gutau könne das durchaus gelingen.


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