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Bezirksjugendbetreuer: "Die Feuerwehrjugend ist das Fundament für den Aktivstand"

Mag. Susanne Überegger, 04.05.2022 06:01

BEZIRK. 938 Mädchen und Burschen zwischen acht und 16 Jahren sind derzeit bei der Feuerwehrjugend im Bezirk Freistadt aktiv. Dass deren Ausbildung und die Jugendbewerbe rund laufen, dafür sorgen die beiden Bezirksjugendbetreuer Franz Hackl und Hannes Zeindlinger.

Der Spaß kommt bei der Feuerwehr nicht zu kurz – dafür sorgen die FF-Bezirksjugendbetreuer Hannes Zeindlinger (l.) und Franz Hackl. (Foto: privat)

„Die Jugendarbeit ist eine sehr intensive Arbeit, aber die wichtigste Investition in die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehren. Sicherlich gibt es auch Quereinsteiger, aber der Großteil der Kameraden im Aktivstand kommt aus der bestens ausgebildeten Feuerwehrjugend“, sagen Hannes Zeindlinger aus Rainbach und Franz Hackl aus Unterweißenbach. Die zwei warnen davor, die Jugendarbeit in den Feuerwehren zu vernachlässigen: „Irgendwann bekommt man die Rechnung dafür präsentiert – die Jugend ist das Fundament, auf das der Aktivstand aufbaut.“

Entsprechend viel Einsatz, Zeit und Herzblut stecken die beiden Hauptamtswalter in ihre Funktion als Bezirksjugendbetreuer, um den Nachwuchs für die Feuerwehr zu begeistern. Hannes Zeindlinger (38) ist für die Ausbildung zuständig, Franz Hackl (52), für das Bewerbswesen.

Verschiedene Abzeichen

Bereits mit acht Jahren können Kinder Feuerwehrjugendmitglied werden. Das erste Abzeichen, das sie absolvieren, heißt „Flori“. Ab zehn Jahren können die Mädchen und Burschen fast jedes Jahr ein Abzeichen ablegen: den Wissenstest und das Leistungsabzeichen in jeweils Bronze, Silber und Gold, bevor sie mit 16 Jahren in den Aktivstand eintreten dürfen. Für den Erwerb der einzelnen Abzeichen müssen die Kinder und Jugendlichen schon richtig viel lernen und ihr Können und Wissen in Theorie und Praxis unter Beweis stellen. Vor der Prüfung fürchten muss sich trotzdem keiner. „Manche lernen sich nicht so leicht, sind Legastheniker oder haben Prüfungsangst. Wer aber seinen guten Willen zeigt, den bringen wir auf einem soliden Niveau durch“, sagen die Bezirksjugendbetreuer.

Der Zusammenhalt ist groß

„Teamgeist, Zusammenhalt und Kameradschaft werden in der Feuerwehrjugend großgeschrieben. Die Älteren helfen den Kleinen, und jeder ist wichtig für die Gruppe. Es müssen nicht lauter Spitzensportler sein – in der Feuerwehr findet jeder seinen Platz, niemand wird ausgeschlossen“, unterstreichen Hackl und Zeindlinger. Zudem ist die Mitgliedschaft bei der Feuerwehr vollkommen kostenlos.

69 der 74 Feuerwehren im Bezirk Freistadt leisten Jugendarbeit, insgesamt schupfen 152 Jugendbetreuer und Helfer die Nachwuchsgruppen. Jugendbetreuer müssen mindestens 18 Jahre alt sein und einen eigenen Lehrgang absolvieren. „Sie sind Lehrer, Erzieher und Aufpasser zugleich. Ihr Engagement muss man ihnen wirklich hoch anrechnen, denn dieses Ehrenamt ist überaus zeitaufwendig.“

FF Summerau hat die stärkste Jugendgruppe

Leider gebe es immer noch einige wenige Feuerwehren im Bezirk, die keine Mädchen aufnehmen würden. „Dabei ist die Feuerwehrjugendarbeit heute ohne Mädchen völlig unvorstellbar, wenn nicht sogar unmöglich“, sagt Franz Hackl mit Nachdruck. Die FF Summerau sticht mit ihrer Jugendgruppe besonders hervor. Nicht nur ist sie mit 44 Mitglieder die stärkste im ganzen Bezirk, das Verhältnis weiblich – männlich ist fast eins zu eins: 21 Mädels trainieren mit 23 Burschen.

Eine Anekdote zum Schluss

„Da bis 1998 keine Aufnahme von Mädchen in die Feuerwehrjugend möglich war, kam es da und dort durchaus vor, dass Mädchen quasi inkognito unter Bubennamen am Bewerb teilnahmen“, ist Franz Hackl froh, dass sich die Zeiten seither auch feuerwehrintern geändert haben. Jährlicher Fixtermin für die Feuerwehrjugend ist der Landesbewerb, heuer am 8. und 9. Juli in St. Peter am Wimberg.


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