Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

MÜHLVIERTLER ALM. Begonnen hat alles 2012 mit einer Idee des Hautarztes Johannes Neuhofer. Heute ist der 84 Kilometer lange Johannesweg nicht nur ein touristischer Leuchtturm, sondern auch regioalwirtschaftlich von immenser Bedeutung. Sein zehnjähriges Bestehen wird am Freitag, 24. Juni, gefeiert.

"Der Johannesweg ist ein Leitprodukt in unserem Lebensraum", sagt Tourismus-Geschäftsführer Stefan Wunderle. (Foto: Tourismusverband Mühlviertler Alm/Hawlan)

Seit einem Jahrzehnt zieht der spirituelle Rundwanderweg durch sieben Gemeinden Menschen an, die neue Perspektiven für ihr Leben gewinnen wollen. Abschalten, in der Natur zur Ruhe kommen – „gerade in einer Zeit, die von Unsicherheit geprägt ist, geben die zwölf Stationen entlang des Weges Perspektiven“, weiß Initiator Johannes Neuhofer. Aber nicht nur für die körperliche und geistige Gesundheit der Wandernden ist der Johannesweg wichtig.

Breiter wirtschaftlicher Nutzen

Für die Region bedeutet die anhaltende Beliebtheit des Weges einen breit gestreuten wirtschaftlichen Nutzen. „Insgesamt hat der Johannesweg im Zeitraum seines Bestehens im Nächtigungs- und Tagestourismus rund 22,5 Millionen Euro an Gesamtumsätzen generiert. 176 neue Gästebetten wurden geschaffen, diese und die Schaffung von Infrastruktur wiederum belebt wiederum die regionale Wirtschaft“, rechnet Herbert Reitmann, Projektmanager für touristische Leitprojekte bei Business Upper Austria, vor. Die Investitionskosten waren dagegen relativ gering.

Viele Effekte quantitativ nicht bewertbar

Dazu kommen regionale Effekte, die quantitativ gar nicht bewertbar sind. Reitmann zählt zusätzliche Effekte für heimische Firmen durch bauliche Investitionen ebenso auf wie höhere Beiträge zur kommunalen Infrstruktur und zusätzliche Abgaben- und Steuereinnahmen der öffentlichen Hand. „Durch die Wirksamkeit von Multiplikatoren entstehen in der region weitere gesamtwirtschaftilch positive Effekte.“ In qualitativer Hinsicht wirkt sich die stärkre vernetzung von Tourismus, Kultur, gemeinden und landwirtschaftlichen Erlebnispunkten mit der regionalen Wirtschaft positiv aus. Zudem sei der Johannesweg auch ein Bildungsangebot und trage zur Bewusstseinsbildung für einen nachhaltigen und achtsamen Umgang mit der Natur bei.

Die Heimatregion neu- und wiederentdeckt

„Viele Einheimische haben ihre Heimatregion neu- oder wiederentdeckt“, sagt Johann Holzmann, Obmann des Regionalverbands Mühlviertler Alm. Er ist stolz darauf, dass viele ihren Beitrag zur positiven Wahrnehmung und Weiterentwicklung des Weges leisten. Das Jubiläum nimmt Holzmann zum Anlass, um allen an der Verwirklichung Beteiligten zu danken. Stefan Wunderle, Geschäftsführer des Tourismusverbands Mühlviertler Alm Freistadt, verwies auf die konstant steigende Gästefrequenz in der Region. „Manche Gastro- und Beherbergungsbetriebe verdanken den Wanderern ihren Fortbestand und ihre Weiterentwicklung, andere wurden sogar neu errichtet, wie das Gästhaus Weitblick in St. Leonhard.“ 2023 werde der Königswieser Hof mit 38 Zimmern eröffnet, eine Investition, die ohen Johannesweg nicht denkbar gewesen wäre.

Sanfte Überarbeitung fällig

Wunderle kündigte eine sanfte Überarbeitung des Johanneswegs, etwa in den Bereichen Erlebnispunkte, Rastplätze und Beschilderung, an. Die Erlebnispunkte, etwa Burgen und Felsen, sollen noch stärker in den Vordergrund rücken. Für Genusswanderer wird ein Etappenvorschlag für fünf Tage erarbeitet. Und auch an der Beschilderung und Objektbeschriftung wird gearbeitet, um die Orientierung zu erleichtern. „Die Gästefrequenz steigt in den vergangenen Jahren - trotz oder wegen Corona - ständig. Die stetige Attraktivierung des Johanneswegs und die Investitionen in die Infrastruktur werden auch in Zukunft eine wichtige Aufgabe in der region bleiben“, sagt der Touristiker.

Johannesweg-Fest am Freitag, 24. Juni, in Königswiesen 19.30 Uhr: Mundart-Messe in der Pfarrkirche Königswiesen 20.30 Uhr: offizielle Begrüßung ab 21 Uhr: Live-Musik mit „Olles Hawara“ am Marktplatz


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Vier neue Lehrlinge für das Gesundheitsresort Bad Zell

Vier neue Lehrlinge für das Gesundheitsresort Bad Zell

BAD ZELL. Mit dem 1. September starteten im Gesundheitsresort Bad Zell drei weitere junge Menschen ihre berufliche Laufbahn. Gemeinsam mit dem ...

Tips - total regionalMag. Michaela Maurer
Weiße Fahne gehisst - Erster Heimhilfe-Lehrgang feiert erfolgreichen Abschluss in Freistadt

Weiße Fahne gehisst - Erster Heimhilfe-Lehrgang feiert erfolgreichen Abschluss in Freistadt

FREISTADT. Ein besonderer Meilenstein wurde für die Ausbildung im Sozialbetreuungsbereich in der Region gesetzt. Der erste Heimhilfe-Lehrgang ...

Tips - total regionalMag. Michaela Maurer
Beauty Day für Waldburger Kinder

"Beauty Day" für Waldburger Kinder

WALDBURG. Bunte Haare, glitzernde Gesichter und strahlende Kinderaugen – das sind die Merkmale der Ferienpassaktion „Beauty Day“, welche ...

Tips - total regionalMag. Michaela Maurer
Windhaag plant neues Musikheim für beide Musikkapellen und Ortsplatz-Neugestaltung 

Windhaag plant neues Musikheim für beide Musikkapellen und Ortsplatz-Neugestaltung 

WINDHAAG. In Windhaag ist die Planungsphase für ein gemeinsames Musikheim der beiden örtlichen Musikvereine gestartet. Als Standort ist das ...

Tips - total regionalMag. Michaela Maurer
Der Bauernhof als Klassenzimmer: Lernen direkt in der Landwirtschaft

Der Bauernhof als Klassenzimmer: Lernen direkt in der Landwirtschaft

BEZIRK freistadt. Was wächst auf Feldern? Wie werden Tiere gehalten? Und wie gelangen Lebensmittel vom Bauernhof auf den Teller? Antworten auf ...

Tips - total regionalRegina Wiesinger
100 Jahre Krah: Ein Jahrhundert Tradition, Genuss und Gastfreundschaft

100 Jahre Krah: Ein Jahrhundert Tradition, Genuss und Gastfreundschaft

KEFERMARKT. Was 1926 mit einer kleinen Bäckerei in Kefermarkt begann, wird heute in vierter Generation weitergeführt. Zum 100-jährigen Bestehen ...

Tips - total regionalAnzeige
Weitere Beiträge