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NEUMARKT. Jahrelang hat ein Bauer aus der Gemeinde Neumarkt seine Rinder vernachlässigt, Kontrollen durch den Amtstierarzt und zahlreiche Tierschutzverfahren änderten an dem Dilemma nichts. Nun ist ein Tierhalteverbot rechtskräftig geworden: 88 Rinder wurden dem Landwirt abgenommen. Dabei stand auch die Polizei im Einsatz.

Die beschlagnahmten Rinder (hier ein Symbolfoto!) wurden in einem Ersatzststall untergebracht. (Foto: Adobe Stocks/Wellnhofer Designs)

„In den vergangenen Jahren hat es schon mehrere Tierschutzverfahren gegen den Landwirt gegeben, die Rinder waren stark verschmutzt, unterernährt und vernachlässigt“, berichtet Bezirkshauptfrau Andrea Außerweger. Ein Verfahren wegen Tierquälerei endete mit Diversion. Nachdem neuerliche amtstierärztliche Kontrollen im Dezember 2021 und im März 2022 keine Veränderung zum Positiven ergaben, wurde ein Tierhalteverbot angestrebt, das nun Rechtskraft erlangte. Die 88 Rinder wurden in einem von der Polizei begleiteten Einsatz abgeholt und einem Ersatzstall untergebracht.

Rinderhalteverbot endgültig

Das Verbot, Rinder zu halten, ist für den betroffenen Bauern endgültig. Bezirkshauptfrau Außerweger: „Natürlich bedeutet die Tierabnahme den Wegfall von Einnahmen für die Familie. Das Tierhalteverbot ist, was Rinder betrifft, endgültig. Es war ein harter Schritt, aber ein notwendiger, nachdem sich die Sache schon über Jahre gezogen hat. Ich habe mich aber dafür eingesetzt, dass die betroffene Familie von der Bezirksbauernkammer gut beraten wird, was ihre Zukunft angeht.“ Ortsbauernobmann Martin Miesenberger ist von der Tierabnahme betroffen: „Es war schon bekannt, dass gewisse Dinge am Hof nicht hingehaut haben, aber dass es so weit fehlt, habe ich nicht geglaubt.“


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Katharina S.
Katharina S.
15.07.2023 21:30