Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

BEZIRK FREISTADT. Eine Neubelebung soll die Mühlviertler Gotikstraße erfahren. Auch eine Erweiterung nach Südböhmen ist angedacht.

Hans Hinterreiter, Fritz Robeischl, Conny Wernitznig, Stefan Wunderle, Renate Fürst, Kurt Prandstetter (v. l.) (Foto: Tourismusverband Mühlviertler Alm Freistadt)

Seit 25 Jahren erinnern die braunen Hinweistafeln „Gotikstraße“, dass die Region viele gotische Kunstwerke und Gebäude besitzt. Beispielgebend sind u.a. die wunderbaren Kirchen in Königswiesen, Bad Zell, Wartberg, St. Michael ob Rauchenödt, der Flügelaltar in Kefermarkt, die Burgen und Schlösser sowie die vielen Bürgerhäuser in Freistadt. Die Epoche der Gotik erstreckt sich zeitlich etwa von der Mitte des 12. Jahrhundert bis um 1500 und brachte eine enorme Dichte an Kunstwerken hervor, die man sonst nirgends in Österreich vorfindet.

Den Schatz der Gotik erlebbar machen

In einem Leaderprojekt wurde auf Initiative des Tourismusverbandes Mühlviertler Alm Freistadt gemeinsam mit den Leaderregionen Mühlviertler Kernland und Mühlviertler Alm sowie mit den betroffenen und interessierten Gemeinden und Pfarren ein Konzept zur „Reaktivierung und Erweiterung der Mühlviertler Gotikstraße“ erstellt. In mehreren Arbeitskreisen wurden Möglichkeiten diskutiert, wie wir den „Schatz der Gotik“ der Bevölkerung und den Besuchern unserer Region besser erlebbar machen können. Fachlich begleitet wurden die gut besuchten Workshops von n Herta Neiß von der Uni Linz.

Die wesentlichsten Ergebnisse waren: Digitale Aufbereitung mit zeitgemäßen Vermittlungstechniken, Erneuerung der Beschilderung, Verknüpfung von spirituellen und weltlichen Bereichen, Aufbau einer Datenbank mit Bildern, Videos und Fachliteratur, Stärkung des Kulturtourismus sowie eine Erlebbarmachung für Familien mit Kindern.

Eine wesentliche Säule des Projektes war auch die Erweiterung der Gotikstraße nach Südböhmen. Gemeinsam mit der südböhmischen Tourismuszentrale, dem Bistum Budweis und der Universität Budweis wurden in Workshops Möglichkeiten einer Kooperation erörtert, dabei wurde auch der Wille einer Zusammenarbeit der südböhmischen Nachbarn bekundet. Die gemeinsamen Projektideen sollen nun in einem Interreg-Projekt in den kommenden Jahren verwirklicht werden. Die Machbarkeit ist durch das große Interesse bei unseren Gotikorten, sowie bei der Landeskulturdirektion, dem OÖ Tourismus und der Diözese Linz jedenfalls gegeben.

Stefan Wunderle, Geschäftsführer vom Tourismusverband Mühlviertler Alm Freistadt : “Ich sehe großes Potenzial im Architekturtourismus mit zeitkonformem Digitalisierungsgrad für die Mühlviertler Hügelwelt, es muss damit der nächste Schritt für das 21. Jahrhundert zum Thema erfolgen, um neue Gäste ganzjährig zu aktivieren.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden