Ökologischen Zustand verbessern: Baustart Fischaufstieg bei Feldaist in Rainbach
RAINBACH. Das Büro rw.Hydro-Ingenieurplanung GmbH wurde beauftragt, ein wasserrechtliches Einreichprojekt für das Bauvorhaben „Herstellung Längsdurchgängigkeit Feldaist“ in der Gemeinde Rainbach im Mühlkreis auszuarbeiten.

Die geplanten Maßnahmen sollen zukünftig den ökologischen Zustand der Feldaist im Gemeindegebiet von Rainbach für Gewässerorganismen verbessern. Der fischökologische Zustand soll vom mäßig zumindest in den guten Zustand gehoben werden. Insgesamt werden sieben Querbauwerke entweder vollständig entfernt oder fischpassierbar umgebaut werden.
„Die Querbauwerke 1 bis 6 erfüllen keine wasserbauliche Funktion und können daher vollkommen rückgebaut werden. Zukünftig ist daher keine Einschränkung der Durchgängigkeit in diesem Gewässerabschnitt gegeben und es kann sich wieder ein natürliches Sohlgefälle einstellen“, sagt Bauleiter Martin Witzeneder. „Das Querbauwerk 7 sichert jedoch durch seine Stauhaltung die Dotation einer Fischteichanlage und beeinflusst auch den Wasserspiegel im Badeteich der Freizeitanlage der Marktgemeinde. Daher wird zur Gewährleistung der Durchgängigkeit eine Pendelrampe als Wanderhilfe für Gewässerorganismen hergestellt“, sagt Bürgermeister Günter Lorenz. „Weitere Gründe für die Wahl einer Pendelrampe sind, die zur Verfügung stehenden Platzverhältnisse und die Kosteneinsparung gegenüber anderen Varianten sowie die wirtschaftlichere Wartung gegenüber anderen Varianten, da diese weniger anfällig auf Verklausung sind. Technik und Wirtschaftlichkeit stehen somit in einem passenden Verhältnis.“
„Baumaßnahmen sind notwendig“
Bürgermeister Günter Lorenz als Bauherr und Bewilligungswerber freut sich über die Maßnahme: „Wenn wir unsere Gewässer in einem ökologisch - gutem und zeitgemäßen Zustand halten wollen, sind solche Baumaßnahmen notwendig. Besonders hervorzuheben und lobenswert ist der Umstand, dass diese Baumaßnahmen zum größten Teil von Bund und Land gefördert werden, zumal sich die Errichtungskosten auf rund 300.000 Euro belaufen.“
Errichtet wird die Anlage vom Land OÖ, Gewässerbezirk Linz und der Bauleitung von Martin Witzeneder. Für die ökologische Baubegleitung wurde Sarah Höfler von der Firma Blattfisch beauftragt, Polier vor Ort ist Johann Traxler. Sarah Höfler erklärt: „Jede Fischwanderhilfe bedarf einer regelmäßigen Kontrolle und Wartung, um die Passierbarkeit und nachhaltige Funktionsfähigkeit im Betrieb sicherzustellen. Fischwanderhilfen müssen beispielsweise regelmäßig auf Verklausungen oder Verlegungen im Ein- und Ausstiegsbereich oder in den Beckendurchlässen kontrolliert werden und diese müssen bei Bedarf beseitigt werden. Dies erfordert Regelungen für den regulären Betrieb einer Fischwanderhilfe sowie besondere Vorkehrungen und Kontrollen für Störfälle wie z. B. Hochwasser oder Vereisung.“
Im regulären Betrieb sind zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit die erforderlichen Dotierwassermengen der Fischwanderhilfe abzugeben und zu kontrollieren sowie die maßgeblichen geometrischen und hydraulischen Parameter zu überprüfen. Dazu kommt die laufende Wartung der entsprechenden technischen Anlagenteile, die durch die Marktgemeinde Rainbach übernommen wird.


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