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Online Redaktion, 22.06.2023 16:31

KÖNIGSWIESEN. Angela und Josef Haider aus Königswiesen haben einmal mehr den 900 Kilometer weiten Weg ins ukrainische Ust-Tschorna auf sich genommen. Das Ehepaar hat mit drei Helfern dringend benötigte Hilfsgüter in den 1500-Einwohner-Ort gebracht.

  1 / 5   Angekommen: Angela und Josef Haider aus Königswiesen nach 900 Kilometer Fahrt in Königsfeld (Ust-Tschorna) in der Westukraine. (Foto: privat)

Regelmäßig reisen Angela und Josef Haider aus Königswiesen mit Hilfsgütern nach Ust-Tschorna (auf deutsch Königsfeld) im Theresiental, gelegen in den Karpaten in der West-Ukraine. Tips hat schon mehrmals ausführlich berichtet. In dem 1.500-Einwohner-Ort sind viele deutschsprachige Altösterreicher beheimatet. Außerdem leben durch den Krieg dort viele hundert Flüchtlinge.

„Im Theresiental finden zwar keine Kampfhandlungen statt, aber durch den ständigen Fliegeralarm, die Flüchtlinge und den Kriegseinsatz vieler Ehemänner und Söhne ist der Krieg trotzdem überall präsent“, berichten Angela und Josef Haider.

Zwei Autos und zwei Anhänger voller Hilfsgüter in die Westukraine gebracht

Gerade erst ist das Ehepaar Haider nach einer Woche in Ust-Tschorna wieder von einem Hilfseinsatz zurückgekommen. Die Hin- und Rückreise dauerte jeweils gut 19 Stunden. „Mit der Hilfe dreier Freunde konnten wir mit zwei Autos und zwei großen Anhängern viele verschiedene Sachspenden, medizinisches Material, Lebensmittel sowie Hygieneprodukte in die Ukraine bringen.“ Die Autos und Anhänger wurden dankenswerterweise zur Verfügung gestellt.

„Bei unserem Einsatz wurden gut 70 Familien, deren Männer und Söhne im Krieg sind, mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln beschenkt. Diesen Frauen Hilfe zu bringen, war wieder ein sehr bewegender Moment“, schildert Angela Haider.

Mit dem Priester aus Königsfeld ging eine Lieferung von Hilfsmitteln ins Kriegsgebiet, darunter waren auch Gehilfen, medizinisches Material für ein Krankenhaus, Medikamente und Verbandsmaterial.

Dankbarkeit ist unbeschreiblich - nächste Hilfsaktion im Herbst

„Die ganze Aktion war sehr emotional, denn die Dankbarkeit und Freude der beschenkten Bevölkerung ist unbeschreiblich“, so die Haiders, die schon die nächste Hilfsfahrt in Westukraine für Ende September/Anfang Oktober planen.

Gebraucht und gesammelt werden: Bettwäsche (Tuchent- mit Polsterbezug), Bade- und Handtücher, Decken, Schlafsäcke, Verbandsmaterial (z.B. ausgeschiedene Autoapotheken) - alles in sauberem, ordentlichem Zustand.


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