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KÖNIGSWIESEN. Ein Qualitäts-Update verpasst sich das Karlingerhaus, das bis jetzt als Jugend- und Familiengästehaus bekannt war. Anstelle der 30 Jahre alten Mehrbettzimmer im Dachgeschoß treten 14 neue Doppelzimmer. Mit der Bezeichnung „Hotel“ sollen neben Schulklassen mehr Seminargäste und Familien angesprochen werden und die Nächtigungszahl um rund ein Drittel steigen.

Geschäftsführer Richard Obereder mit einem Modell des umgebauten Karlingerhauses (Foto: Greindl)
  1 / 2   Geschäftsführer Richard Obereder mit einem Modell des umgebauten Karlingerhauses (Foto: Greindl)

Die Anfänge des von Pfarrer Adolf Karlinger gegründeten Karlingerhauses reichen bis 1968 zurück. Von der Jugendherberge entwickelte sich das Gästehaus, das mit Hallenbad, Sauna, Fitnessraum und Sporthalle schon immer über eine gute Infrastruktur verfügte, nach der Sanierung 2012 zu einem modernen Gästehaus. Nun geht der Eigentümer des als GmbH organisierten Betriebes, die Raiffeisenbank Mühlviertler Alm, den nächsten Schritt in Richtung mehr Qualität: „Die Mehrbettzimmer im Dachgeschoß, die nur noch für Schulklassen gepasst haben, werden durch 14 moderne Hotelzimmer abgelöst. Das Hallenbad bekommt eine Wellnessterrasse“, berichtet Geschäftsführer Richard Obereder. Die Zahl der verfügbaren Zimmer steigt damit von 13 auf 22, die Bettenanzahl verändert sich mit 55 nicht. Was sich jedoch sehr wohl ändern soll, ist die Auslastung des Beherbergungsbetriebs, der künftig unter „Karlingerhaus - Hotel - Hostel - Home“ auftreten wird. „Derzeit haben wir mit rund 8000 Nächtigungen pro Jahr das Vor-Corona-Niveau wieder erreicht. Unser Ziel ist eine Steigerung auf rund 11.000 Nächtigungen, vor allem durch Seminargäste und Familien“, so Obereder.

Neueröffnung im Juni 2025

Von kommenden November bis Jänner bleibt das Karlingerhaus wegen der Umbauarbeiten gesperrt, zwischen Februar und Mai 2025 läuft der Betrieb eingeschränkt. Die Eröffnung des Zubaus nach Plänen der Engerwitzdorfer Architekturbüros La Linea, der mit Kosten von rund zwei Millionen Euro zu Buchen schlagen wird, ist für Juni 2025 geplant. Beim Umbau wird vor allem auf regionale Professionisten zurückgegriffen, unter anderem auf Baumeister RHO Bau aus Königswiesen und Holzbau Buchner aus Mötlas, der das Dachgeschoß in Holzbauweise ausführen wird. Auf Regionalbezug setzt man im Karlingerhaus auch beim Personal: „Unser zehnköpfiges Team stammt fast ausschließlich aus Königswiesen, alle zeichnen sich durch ausgesprochen freundlichen Umgang mit unseren Gästen aus“, betont der Geschäftsführer. Derzeit werden noch einige Mitarbeiter für Küche, Zimmer und Hausbetreuung gesucht.

Urlaub ohne Handy möglich

Was den Aufenthalt im Karlingerhaus künftig besonders machen wird, ist die analoge Ausrichtung - sprich, es wird der digitalen Überforderung ein Riegel vorgeschoben. „Die persönlichen Begegnungen sollen im Vordergrund stehen. Es wird keine digitalen Zimmerkarten und keine sichtbaren Fernseher in den Zimmern geben, weder Apps noch digitale Zugangscodes sind bei uns nötig. Stattdessen gibt es eine Bibliothek und viele Spiele, die dazu anregen, analog Zeit miteinander zu verbringen“, erklärt Richard Obereder. Im Hintergrund müsse das Karlingerhaus aber natürlich digital gut aufgestellt sein, allein schon, was die Online-Verfügbarkeit von buchbaren Angeboten angeht. Auf eine Hotel-Kategorisierung nach Sternen wird übrigens verzichtet: „Wenn ich uns einordnen müsste, würde ich auf drei Stern plus-Niveau setzen.“ Die tragende Säule des Neo-Hotels werden auch in Zukunft Schulklassen sein, für die im Karlingerhaus auch eigene Programme, wie etwa eine Klimawoche, organisiert werden.


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