Landeshauptmann Josef Ratzenböck: Abschied vom Geburtshelfer der Mühlviertler Alm
OBERÖSTERREICH/MÜHLVIERTLER ALM. Mit Alt-Landeshauptmann Josef Ratzenböck wird heute, Samstag, eine der prägendsten Persönlichkeiten der oö. Landesgeschichte verabschiedet. Die Region Mühlviertler Alm verlor mit dem im Alter von 96 Jahren Verstorbenen einen besonderen Förderer aus ihren Gründertagen.
Als sich die acht Gemeinden des Gerichtsbezirks Unterweißenbach zusammenschlossen, um ihren schlechten Ruf als eine der strukturschwächsten Regionen Österreichs abzustreifen, sagte der damalige VP-Landeshauptmann Josef Ratzenböck sofort seine Unterstützung zu.
„Geburtsurkunde“ der Alm unterzeichnet
Am 6. Juli 1993 unterzeichnete der beliebte Landesvater in Grafenschlag, Gemeinde Unterweißenbach, persönlich die Gründungsurkunde der Region Mühlviertler Alm.
„Heuer ist es 33 Jahre her, dass Josef Ratzenböck uns Mut gemacht hat, die Regionalentwicklung in Angriff zu nehmen, einen Weg zu starten, den wir dringend notwendig gehabt haben“, erinnert sich Johann Gradl, Gründungs- und heute Ehrenobmann der Mühlviertler Alm, der damals auch Bürgermeister von Schönau war. „Seither hat es sich immer wieder bewahrheitet: Es geht nicht nebeneinander, schon gar nicht gegeneinander, sondern nur miteinander“, zitiert er sein Lieblingszitat von Erwin Ringel.
Vom LH bestärkt und gefördert
Zwei Jahre nach der Regionsgründung, 1995, im Jahr des EU-Beitritts, bewarb sich die Mühlviertler Alm zum ersten Mal für das Förderprogramm Leader. Gradl: „Damit hat die Region einen bescheidenen, aber im Rückblick ziemlich erfolgreichen Weg der Entwicklung gestartet. Am Anfang sind wir belächelt worden, allein schon wegen des Regionsnamens. Josef Ratzenböck hat uns immer wieder bestärkt und gefördert.“
Dank an großen Unterstützer
Heute ist die Mühlviertler Alm eine österreichweit bekannte Marke und eine Vorzeigeregion. Johann Gradl erwies dem in der Linzer Minoritenkirche aufgebahrten Verstorbenen persönlich seine Reverenz: „Ein großes und aufrichtiges Danke unserem Unterstützer und Förderer.“
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