Bezirksjägertag Freistadt: Jagd zwischen Verantwortung, Dialog und Leidenschaft
BEZIRK FREISTADT. Rund 500 Jäger versammelten sich in Freistadt zum Bezirksjägertag 2026. Als erster Bezirksjägertag Oberösterreichs setzte die Veranstaltung wichtige inhaltliche und politische Akzente für das Jagdjahr.
Im Mittelpunkt standen das Selbstverständnis der Jagd und ihre Rolle für Gesellschaft und Natur. Landesrätin Michaela Langer-Weninger betonte die Verantwortung der Jägerschaft für funktionierende Lebensräume und eine nachhaltige Nutzung von Wald und Feld. Besonders hervorgehoben wurde Wildbret als hochwertiges, regionales Lebensmittel. Zentrale Themen waren zudem Wildtiermanagement – etwa beim Wolf –, sachliches Monitoring sowie der klare Appell zu Dialog und Zusammenarbeit statt Konfrontation zwischen Jagd, Landwirtschaft, Behörden und Politik.
Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner unterstrich neben den wachsenden gesetzlichen und organisatorischen Anforderungen vor allem eines: Jagd sei mehr als Verwaltung, sie lebe von Leidenschaft, Ethik und Respekt vor dem Wild. Diese Werte gelte es zu bewahren und weiterzugeben.
Starker Bezirk, vielfältige Leistungen
Bezirksjägermeister Franz Auinger zog eine positive Bilanz: Mit 1.199 gültigen Jagdkarten verzeichnete der Bezirk Freistadt einen historischen Höchststand. Die Abschusspläne wurden zu 109 Prozent erfüllt, Jungwildrettung, Lebensraumgestaltung, Beutegreiferbejagung und Öffentlichkeitsarbeit prägen den jagdlichen Alltag. Auch die Ausbildung bleibt stark: 2025 absolvierten 31 Jungjäger erfolgreich die Jagdprüfung. Auch der Jagdkurs 2026 ist schon gestartet mit 35 Teilnehmern (der Frauenanteil liegt dabei bei 26 Prozent) für die Jungjägerprüfung und fünf Teilnehmern für die Jagdschutzorgan-Prüfung.
Zahlreiche Ehrungen
Mit dem Goldenen Bruch wurden ausgezeichnet; Johann Rammer, Gutau; Alfred Buchberger, Schönau i. M.; Johann Holzmann, Unterweißenbach; Erich Gattringer, Unterweißenbach; Franz Haider, Unterweißenbach
Die Ehrennadel für langjährige weidgerechte Jagdausübung erhielten: Rudolf Freudenthaler, Gutau – 60 Jahre; Johann Pichler, Hirschbach i. M. – 60 Jahre; Maximilian Brandstetter, Neumarkt i. M. – 60 Jahre; Karl Bauer, Stockerau – 60 Jahre; Horst Hametner, Bad Zell – 60 Jahre; Karl Fuchs, Neumarkt i. M. – 60 Jahre; Michael Weglehner, Neumarkt i. M. – 60 Jahre; Robert Bernhard, Unterweitersdorf – 70 Jahre
Weitere Ehrungen: Johann Wolfinger, Unterweitersdorf – 20 Jahre Jagdleiter; Klaus Leitner, Kefermarkt – Biotop-Urkunde
Raubwild-Nadel: Klaus Mulser, Gutau; Josef König, St. Leonhard b. Fr.; Otto Kern, St. Leonhard b. Fr.; Wilhelm Steininger, St. Oswald b. Fr.; Ernst Wagner, Sandl
Die Ehrung für langjährige Tätigkeit als Jagdhornbläser erhielten: Friedrich Hackl, Lasberg – zehn Jahre; Martin Mayringer, Pierbach – zehn Jahre; Johannes Konrad, Neumarkt i. M. – zehn Jahre; Heinz Leitner, Königswiesen – 30 Jahre; Georg Hochgatterer, Klam – 30 Jahre; Richard Kern, Kaltenberg – 40 Jahre; Manfred Pammer, Windhaag b. Fr. – 40 Jahre.
Musikalisch und kulturell unterstrichen mehr als 50 Jagdhornbläser die lebendige Jagdtradition des Bezirks.
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