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Dubai-Reise: Alptraum zwischen Bangen und Hoffen hatte für SeniorenReisen-Gruppe endlich ein Ende

Mag. Claudia Greindl, 09.03.2026 12:18

FREISTADT/DUBAI. Acht Tage lang schwebte eine Gruppe der SeniorenReisen des Pensionistenverbands in Dubai zwischen Bangen und Hoffen, während das Emirat immer wieder von Drohnen und Raketen heimgesucht wurde. Am Sonntag dann die Erlösung: Zu Mittag landeten die Freistädter, Schärdinger und Welser in Wien-Schwechat.

  1 / 2   Urlaub unter Palmen: Dubai war für Karin und Klaus Stütz vor dem Ausbruch des Iran-Krieges eine Traum-Destination. (Foto: privat)

Nach einer Woche Traumurlaub in Dubai hatte sich der Aufenthalt für die 38-köpfige Gruppe wegen des Iran-Krieges in einen Alptraum verwandelt. Das Emirat gehört zu den Zielen von Bomben- und Drohnenangriffen aus dem Iran.

Schon für Heimflug eingecheckt

„Wir waren schon für den Heimflug eingecheckt, als es plötzlich geheißen hat, wir werden in ein Hotel zurückgebracht“, erzählt Karin Stütz aus Freistadt, Ortsstellenleiterin des Roten Kreuzes. Kurz darauf schlugen Trümmerteile auf dem Flughafen ein und verletzten vier Menschen.

Der unfreiwillige Aufenthalt in einem Luxushotel rund zehn Kilometer außerhalb des Stadtzentrums dauerte schließlich länger als der Urlaub. Erst am achten Tag, am vergangenen Sonntag, hob die SeniorenReisen-Gruppe von Dubai ab. „Über Ägypten sind bei vielen die Tränen der Erleichterung geströmt“, so Klaus Stütz.

Niemand genoss mehr den Aufenthalt

Die Anspannung der vergangenen acht Tage war den Reiseteilnehmern ins Gesicht geschrieben. Karin Stütz: „Wir waren in unserem Hotel wirklich bestens versorgt und mit einer tollen Gruppe unterwegs, aber genießen hat den Aufenthalt niemand mehr können.“ Immer wieder gab es Luftalarm und die Warnung, sich nicht vor den Fenstern aufzuhalten – „und das in einem 27-stöckigen Glaspalast.“

Herabstürzende Drohnen- und Raktenentrümmer 

Vor allem in den ersten Tagen machten den Oberösterreichern die Detonationen und nach dem Abschuss der Luftabwehr verglühende, herabstürzende Trümmer von Drohnen und Raketen Angst. Auf der berühmten Inselgruppe Palm Jumeirah war eine Luxus-Hotelanlage in Brand geraten, auch an der Fassade des berühmten Burj al Arab-Hotels loderte Feuer.

Zermürbendes Warten

Zermürbend war vor allem das Warten auf den Heimflug, der dreimal angekündigt und wieder abgesagt wurde. Das Hotel zu verlassen, war nur für kurze Abstecher zu einem nahen Supermarkt und zur Apotheke möglich. Der Mediziner Thomas Ginzler, begleitender Arzt der Reisegruppe, versuchte in einem Spital, dringend nötige Ersatzmedikamente aufzutreiben. „Dubai ist bei der Einreise sehr restriktiv, was Medikamente, besonders Opiate, betrifft – man darf nur die exakte Menge für die Dauer des Aufenthalts einführen“, erklärt Karin Stütz.

Nervliche Anspannung bis zum Schluss

Reiseleiterin Roswitha Scheuringer und die Einheimischen waren rührend um die gestrandeten Gäste bemüht. „Trotzdem war die psychische Belastung groß“, meinen die Freistädter, die die Ereignisse erst einmal verarbeiten müssen. „Es war eine nervliche Anspannung bis zum Schluss, nach der Landung in Wien sind auch mir die Tränen heruntergelaufen“, sagt Karin Stütz.

Für die moralische Unterstützung aus der Heimat ist sie dankbar: „Es haben so viele an uns gedacht und uns Nachrichten geschickt.“ Ob sie das Emirat jemals wieder besuchen wird, steht in den Sternen. Fix ist für sie jedenfalls eines: „Es ist wunderschön, und ich habe mich als Frau selten wo so sicher gefühlt wie in Dubai.“


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