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Zwei neue Interreg-Projekte: "Alte Mauern neu erleben" und "Lebendiges Moor" 

Mag. Michaela Maurer, 26.03.2026 16:51

BEZIRK FREISTADT. Der Verband Mühlviertler Alm hat maßgeblich an der Entwicklung der beiden grenzüberschreitenden Interreg-Projekte „Alte Mauern neu erleben“ und „Lebendiges Moor“ mitgewirkt, die nun vom Begleitausschuss genehmigt wurden. Damit ist der Startschuss für die Umsetzung durch die Projektpartner gefallen

Bereits seit Sommer 2023 wurde an der Projektentwicklung „Alte Mauern neu erleben“ gearbeitet – hier in Tichá (CZ). (Foto: MVA)

Das Projekt „Alte Mauern neu erleben“ entwickelt den Burgen- und Schlösserweg gezielt weiter und rückt dabei die regional bedeutenden Burgen Prandegg und Reichenstein sowie die Burgen entlang der Maltsch in den Mittelpunkt. Die tschechische Regionalagentur Rera ist Leadpartner. Historische Bauwerke werden beiderseits der Grenze instandgesetzt und durch digitale sowie interaktive Angebote touristisch aufgewertet.

Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund drei Millionen Euro, etwa eine Million Euro davon entfällt auf die österreichische Seite. Helmut Ölinger, Obmann des Burgvereins Prandegg, betont: „Durch neue Angebote wie interaktive Ausstellungen, Veranstaltungen und grenzüberschreitende Aktivitäten wird die Geschichte vor Ort lebendig erlebbar gemacht, und dringend nötige Sanierungen werden ermöglicht.“

Lebendiges Moor 

Das Projekt „Lebendiges Moor“ verfolgt das Ziel, Moorlandschaften wissenschaftlich zu erforschen, nachhaltig zu schützen und zugleich sanft touristisch zu erschließen. Insgesamt umfasst das Projekt ein Volumen von rund 930.000 Euro. Auf österreichischer Seite investiert die Gemeinde Liebenau rund 37.500 Euro gezielt in die touristische Infrastruktur, und 317.000 Euro gehen in die Forschung der FH Wels. Als tschechische Partner sind das Muzeum Jihlava, die Mikroregion Telčsko und die südböhmische Kreisverwaltung an Bord.

Ausgehend vom Tannermoor entsteht ein rund 40 Kilometer langer Moor-Radweg, der mehrere Moorgebiete miteinander verbindet und durch Rastplätze sowie Infotafeln ergänzt wird. Bürgermeister August Reichenberger erklärt: „Unsere Naturjuwelen können so für unsere Ortskerne touristisch in Wert gesetzt werden. Gleichzeitig ermöglicht das Projekt eine gezielte Besucherlenkung zum Schutz der Moore.“

Starke Impulse für die Region

Andreas Hunger vom Verband Mühlviertler Alm ist erleichtert: „Der engagierte Einsatz in der Projektentwicklung und Einreichung hat sich gelohnt. Wir freuen uns, die Projekte nun als strategischer Partner aktiv begleiten zu dürfen.“ Mit der Genehmigung dieser beiden Projekte wird ein wichtiger Schritt für die nachhaltige Entwicklung der Mühlviertler Alm gesetzt. Neue Angebote im Kultur- und Naturtourismus stärken die Attraktivität der Region und vertiefen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. 



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