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WARTBERG. Ein starkes Zeichen gegen Gewalt im Alter setzt das Landespflege- und Betreuungszentrum Schloss Haus: Dort wurde die österreichweite Wanderausstellung „Halt – keine Gewalt“ feierlich eröffnet. Die Ausstellung sensibilisiert für unterschiedliche Formen von Gewalt gegen ältere Menschen und macht Mut, hinzuschauen, hinzuhören und Hilfe in Anspruch zu nehmen.

  1 / 2   Die Wanderausstellung „Halt – keine Gewalt“ im LPBZ Schloss Haus ist noch bis 29. Mai 2026 täglich von 9 bis 16 Uhr (freitags bis 13 Uhr) öffentlich zugänglich. (Foto: OÖG)

Gewalt kann viele Gesichter haben – von körperlichen Übergriffen über psychische Demütigungen und finanzielle Ausbeutung bis hin zu Vernachlässigung oder struktureller Gewalt durch Überforderung in Betreuungssystemen. Gerade ältere Menschen sind im häuslichen Umfeld ebenso wie in institutionellen Settings besonders gefährdet. Viele Betroffene schweigen aus Scham, Angst oder Loyalität gegenüber jenen Personen, von denen sie abhängig sind. 

Die von Pro Senectute Österreich kuratierte Wanderausstellung „Halt – keine Gewalt!“ ist als österreichweite Aufklärungsinitiative konzipiert. Sie will Bewusstsein schaffen, informieren und dazu ermutigen, Gewalt nicht zu tabuisieren. Im LPBZ Schloss Haus ist die Ausstellung noch bis 29. Mai täglich von 9 bis 16 Uhr (freitags bis 13.00 Uhr) öffentlich zugänglich. 

Gewalt im Alter aus der Tabuzone holen

Dass das LPBZ Schloss Haus als erste Einrichtung der Landespflege- und Betreuungszentren GmbH, einer 100‑prozentigen Tochter der Oberösterreichischen Gesundheitsholding (OÖG), Gastgeber der Ausstellung ist, hat Signalwirkung. Angesprochen werden Bewohner, Angehörige, Besucher und Mitarbeiter ebenso wie die breite Öffentlichkeit. 

Anton Hörting, Referatsleiter im Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, unterstrich in seinen Grußworten die große Bedeutung von Aufklärung und Prävention in diesem sensiblen Themenfeld und dankte den Gastgebern für ihre Bereitschaft, der Ausstellung Raum zu geben.

Harald Schöffl, Vertreter der Geschäftsführung der Oberösterreichischen Gesundheitsholding, betonte den gesellschaftlichen Mehrwert der Initiative:„Gewalt wird sowohl im privaten als auch im öffentlichen Raum noch viel zu oft tabuisiert. Diese Ausstellung leistet einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung und stärkt die Zivilcourage – damit wir als Gesellschaft genauer hinschauen und nicht wegsehen.“

Auch Dietmar Stegfellner, Bürgermeister der Marktgemeinde Wartberg an der Aist, brachte seine Wertschätzung gegenüber Pro Senectute zum Ausdruck, dem Thema Gewalt im Alter Sichtbarkeit und Öffentlichkeit zu geben. 

Gerlinde Sailer von Pro Senectute fasste die Zielsetzung der Ausstellung zusammen:„‚Halt – keine Gewalt‘ soll sichtbar machen, sensibilisieren und ermutigen, hinzuschauen, nachzufragen und Hilfe zu holen. Jede Form von Gewalt ist eine zu viel – und jeder Mensch hat ein Recht auf Würde, Sicherheit und Respekt, unabhängig vom Alter.“


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