Königswiesen schließt wegen Wasserknappheit sein Erlebnisbad
KÖNIGSWIESEN. Drastische Maßnahmen erfordert die aktuelle Trockenheit in der Mühlviertler Alm-Gemeinde Königswiesen: Wegen Wasserknappheit wird die Saison im Erlebnisbad vorzeitig geschlossen. Heute, Donnerstag, 13. August, ist der letzte Badetag, der Eintritt ist frei.

In einem Schreiben an die Gemeindebevölkerung erklärt Bürgermeister Roland Gaffl (für KW) die Gründe für das vorzeitige Saisonende. „Einerseits gestalten sich die Wassertransporte zunehmend schwieriger. Andererseits ist daszwingend erforderliche Rückspülen im Erlebnisbad mit den zur Verfügung stehendenRessourcen nicht mehr möglich.“
Auch die gemeindeeigenen Brauchwasser- bzw. Tiefbrunnen würden eine uneingeschränkte Wasserentnahme nicht mehr zulassen. Der Bürgermeister erneuert seine dringende Aufforderung an die Köngiswiesener, den Wasserverbrauch auf das absolut notwendige Minimum zu reduzieren. Das Befüllen von Pools und Schwimmbecken, das Waschen von Autos, anderen Fahrzeugen und Maschinen ist in der Gemeinde ebenso untersagt wie die Bewässerung von Gärten, Rasenflächen und Grünanlagen.
Wassermangel in der gesamten Region
Auch in vielen anderen Gemeinden der Region sorgt das anhaltende Niederschlagsdefizit für zunehmende Probleme mit der Wasserversorgung. Die Bürgermeister, etwa von Schönau und Unterweißenbach, appellieren an die Bevölkerung, möglichst sparsam mit dem vorhandenen Wasservorrat umzugehen. In manchen Orte, wie z. B. in der Unterweißenbacher Ortschaft Hackstock, kann der tägliche Verbrauch durch Zulauf der Quellen nicht mehr kompensiert werden.
In Liebenau, informiert Bürgermeister August Reichenberger, befänden sich die Zuläufe aus den Quellen der gemeindeeigenen Trinkwasserbrunnen in einem äußerst kritisch niedrigen Zustand. „Üblicherweise haben wir Zulaufmengen von rund 250 bis 400 Liter/Minute, aktuell nur noch knapp 100 Liter/Minute. Das entspricht exakt jener Menge, die wir täglich in Liebenau verbrauchen. Reserven sind aktuell nicht mehr verfügbar und eine nachhaltige Entspannung der Situation scheint derzeit nicht in Sicht“, so das Gemeindeoberhaupt in einer Mitteilung an die Bevölkerung. An der Erschließung neuer Trinkwasserquellen werde gearbeitet, dies erfordere jedoch Zeit und finanziellen Einsatz. Der Liebenauer Sportplatz werde weiterhin bewässert, um den Schaden durch Trockenheit zu minimieren, jedoch stamme das Wasser aus dem Speicherteich der Sportarena, nicht aus Trinkwasserquellen.








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