Bilder aus Afrika: Franz Landl hält Reisevortrag im Kino Freistadt
FREISTADT. Vier Länder, drei Seen und rund 3.000 Kilometer: Franz Landl aus Altenberg fuhr mit dem Fahrrad durch Malawi, Tansania, Burundi und Ruanda. In seinem Bildervortrag „Radln in Afrika“ erzählt er von Begegnungen, unerwarteten Hindernissen und der Rückkehr an einen Ort, an dem er vor 30 Jahren gearbeitet hat. Der Vortrag findet am Dienstag, 10. November, im Kino Freistadt statt.

Nach mehreren beruflichen Aufenthalten in Afrika und individuellen Reisen auf dem Kontinent unternahm Franz Landl seine erste Fahrradreise in Afrika. Diese besondere Art des Reisens eröffnete ihm neue Perspektiven und ermöglichte es ihm, Länder, Menschen und Kulturen besonders intensiv kennenzulernen.
„Das Reisetempo ist optimal.“ Es ermögliche, das Leben abseits der Städte und touristischen Orte kennenzulernen. Fix geplant waren der Hinflug nach Lilongwe, der Rückflug von Kigali für die Strecke dazwischen hatte er elf Wochen. Unterwegs plante Landl meist nur bis zur nächsten Stadt oder Unterkunft. Für interessante Entdeckungen konnte er sich Zeit nehmen.
Besondere Begegnungen
Straßen fehlten, Brücken waren nicht passierbar, Fähren defekt, Boote fuhren nach eigenem Zeitplan und das Wetter in der Regenzeit beeinflusste die Radtour auch „Diese unbekannten Einflüsse in einer fremden Umgebung zu bewältigen, ist eine schöne Herausforderung – genau das interessiert mich.“ Umkehren musste Landl dennoch nie: „In Afrika, wie ich es auf der Radtour kennengelernt habe, gibt es immer einen Weg, weiterzukommen.“
Besonders wichtig waren die Begegnungen mit den Menschen. Immer wieder erhielt Landl Hilfe. Zugleich erlebte er, wie viel Einfallsreichtum nötig ist, um mit wenig Geld und wenigen Sicherheiten zurechtzukommen.
Berührendes Erlebnis
Ein besonderer Moment war die Rückkehr nach Ntarama in Ruanda. 1996 hatte Landl dort am Bau von Häusern für Überlebende des Genozids mitgearbeitet. Bei seinem Wiederkommen wurde er tatsächlich wiedererkannt. Viele der damaligen Weggefährten sind inzwischen gestorben oder weggezogen. Die Häuser sind weiterhin bewohnt: Einige stehen noch im Originalzustand, andere wurden erweitert oder durch größere, modernere Gebäude ersetzt. Die Bauarbeiten halfen nicht nur den Bewohnern, sondern damals auch rund hundert Mitarbeitenden und ihren Familien durch eine sehr schwierige Zeit.








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