Mehr "Sonnenvitamine" im Winter tanken
FREISTADT. Der Winter ist für viele Menschen eine herausfordernde Zeit: Gerade in der kalten und dunklen Jahreszeit steckt hinter anhaltender Müdigkeit, Schlafstörungen und Antriebslosigkeit oft ein Vitamin D-Mangel. Das LKH Freistadt klärt auf.

Vitamin D3 sind fettlösliche Vitamine, die im menschlichen Körper die Regulierung des Kalziumhaushaltes sowie wichtige Stoffwechselprozesse und den Knochen- und Muskelaufbau beeinflussen. „Eigentlich ist es gar kein Vitamin, sondern eine Hormon-Vorstufe“, erklärt Oberärztin Gertraud Lang, Internistin am Landeskrankenhaus Freistadt. „Anders als Vitamine, wird es mit Hilfe der Sonne zu großen Teilen im Körper selbst produziert.“ Im Winter fehlen der Haut ausreichend UV-Strahlen, die zur Produktion von Vitamin D notwendig sind. Nahezu zwei Drittel der Österreicher sind unzureichend versorgt.
Wichtig für Knochen
„Ein anhaltender Vitamin D-Mangel kann beispielsweise zu verringerte Knochendichte oder Knochenerweichung führen. Das ist für kleine Kinder oder ältere Personen problematisch, da das Risiko für Knochenbrüche oder Osteoporose steigt“, so die Expertin. Zwar lässt sich eine gewisse Dosis auch über bestimmte Lebensmittel – wie fettreiche Fischsorten (Makrele, Lachs, Hering), Innereien, Champignons oder Avocados – zuführen, dennoch ist es selbst mit einer ausgewogenen Mischkost schwierig, die empfohlene Tagesmenge zu erreichen. Eine Möglichkeit dafür sind spezielle Vitamin D-Ergänzungsmittel. „Besonders wichtig sind solche Supplements für schwangere Frauen und ungeborene Kinder“, sagt Oberärztin Lang. Auch bei Kindern, die eine latente Diabetes mellitus-Gefährdung aufweisen, wirkt sich das zugeführte Hormon positiv aus.
Zu viel ist ungesund
Grundsätzlich ist zu viel Vitamin D eher selten. Dennoch warnt die Internistin vor einer unkontrollierten Einnahme von Vitamin D-Präparaten: „Übelkeit, Erbrechen, aber auch Nierensteine und Nierenverkalkungen können eine Folge sein.“


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