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BEZIRK FREISTADT. Nachdem Anfang Mai das Betretungsverbot von manchen Sportanlagen gelockert wurde, hat auch der Alpenverein mit einzelnen Aktivitäten wieder gestartet. Die Alpinen Vereine Österreichs haben Leitlinien zur Bergsport-ausübung in Zeiten des Coronavirus herausgegeben.

Für Bergsportarten gibt es während der Coronazeit besondere Empfehlungen. Foto: Johanna Sturm
Für Bergsportarten gibt es während der Coronazeit besondere Empfehlungen. Foto: Johanna Sturm

Die Alpinen Vereine haben die Empfehlungen zur Verminderung des Infektionsrisikos an die Bundesregierung geschickt. Beispielsweise wurde eine Obergrenze von zehn Personen für die Ausübung von Bergsportarten angegeben. „Der Grund ist ganz einfach: Mit zunehmender Größe wird es schwierig, Abstand zu halten“, erklärt Thomas Pflügl vom Alpenverein Freistadt. „Auch stark frequentierte Touren und Plätze sollten gemieden werden.“

Unter der Leistungsgrenze

Sportler werden auch angehalten, unterhalb ihrer Leistungsgrenze zu bleiben und die Risikobereitschaft zurückzunehmen, um Rettungseinsätze und eine zusätzliche Belastung der Spitäler zu minimieren. Zwei Meter Mindestabstand sollten gehalten werden. „Wir verzichten auch auf gewohnte Rituale wie Händeschütteln, Umarmungen oder das Gipfelbussi“, sagt Pflügl, der auch Landesalpinreferent ist. „Beim Klettern legen wir viel Wert auf den Partnercheck. Die Partner sollen sich aktuell aber nur gegenseitig zur Überprüfung von Knoten, Karabiner, Sicherungsgerät und Gurt auffordern.“ Es sollen auch nur die eigene Ausrüstung genutzt und regelmäßig die Hände desinfiziert werden.

Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsmittel

In den Leitlinien steht: „Neben der allgemeinen Notfallausrüstung gehören Mund-Nasen-Schutz und Desinfektionsmittel für die nächste Zeit in den Rucksack.“ Und im Notfall sollen Ersthelfer „nach den allgemein üblichen Erste-Hilfe-Richtlinien vorgehen.“ Die erste Veranstaltung des Alpenvereins Freistadt nach der Coronakrise waren das Techniktraining und Erste Hilfe für das Rad mit Gottfried Schöberl am 9. Mai.

„Es waren aufgrund der Leitlinen zehn Personen dabei. Aber auch ohne Corona haben wir sinnvollerweise empfohlene Gruppengrößen und Betreuungsschlüssel und legen maximale Teilnehmer-Zahlen pro Tourenführer fest. Bei typischen Skitouren 1:8, beim Wandern 1:12, bei Hochtouren und Klettersteigen 1:6. Klar ist, dass bei schwierigen Bergtouren oder schwierigen Verhältnissen die Teilnehmerzahl nochmals reduziert wird.“

Absagen und Programm

„Outdoor ist die Ansteckungsgefahr deutlich geringer als Indoor“, sagt Pflügl. Einige Touren des Alpenvereins Freistadt wurden abgesagt oder verschoben. „Absagen gab es beispielsweise bei den Touren 50plus, da sowohl die Tourenführer als auch viele Teilnehmer altersbedingt in die Risikogruppe fallen.“ Eine weitere Tour wurde abgesagt, weil die Hütte heuer gar nicht aufsperrt. Das aktuelle Programm ist auf www.alpenverein-freistadt.at zu finden.


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