Junge Grüne fordern zum Weltfrauentag gratis Verhütungsmittel
FREISTADT. Am 8. März fand der internationale Weltfrauentag statt. Die Jungen Grünen nahmen sich diesen Tag zum Anlass, um kostenlose Verhütungsmittel und Gleichberechtigung zu fordern. „Wir wollen selbstbestimmt und gleichberechtigt leben können. Dazu gehört auch, selbst über unsere Sexualität und Verhütung zu bestimmen, ganz egal wie viel Geld man hat“, sagt Carolina Rauhofer, Aktivistin der Jungen Grünen Freistadt.

Österreich liegt bei der Zahl der ungewollten Schwangerschaften europaweit im traurigen Spitzenfeld. Das liege zum einen an mangelnder Aufklärung und einem total veraltetem Sexualkundeunterricht. Zum anderen könnten sich gerade junge Menschen die passende Verhütung nicht leisten.
Auch bei der Gleichberechtigung steht Österreich nicht gut da. Frauen verdienen 22,8 Prozent weniger als Männer, der Anteil von Frauen in Führungspositionen ist erschreckend gering und Frauen werden mit Klischees leider immer wieder diskriminiert und abgewertet. „Das muss aufhören! Wir fordern, dass die Einkommenslücke zwischen Mann und Frau geschlossen wird und dass Frau und Mann in der Gesellschaft gleichgestellt werden“, sagt Sebastian Merten, Sprecher der Jungen Grünen Freistadt.
Die Jungen Grünen setzen sich anlässlich des Weltfrauentags auch für die Pille auf Krankenschein und eine Totalreform des Sexualkundeunterrichts ein: „Sexualität wird in einigen Schulen immer noch tabuisiert, daher fehlt es an wirklichen Informationen über Sex und Verhütung. Dem kann eine grundlegende sexuelle Aufklärung schon in der Schule entgegenwirken“, so Carolina Rauhofer abschließend.


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