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BEZIRK FREISTADT. Mit einem 1. Mai-Aufmarsch machte die Sozialistische Jugend (SJ) Freistadt auf eine Arbeitszeitverkürzung aufmerksam. 30 Stunden bei vollem Lohnausgleich fordert die SJ mit dem Slogan „6 hours a day keep the doctor away“

Die SJ beim Maiaufmarsch
Die SJ beim Maiaufmarsch

„Vollerwerbstätige in Österreich arbeiten im EU-Vergleich am zweitlängsten, nämlich ganze 43 Stunden. Unzählige Studien haben schon gezeigt, dass eine derartige Arbeitsbelastung nicht gesund ist. Psychische Erkrankungen wie Burnout nehmen daher stetig zu“, sagt Thomas Pilgerstorfer, Bezirksvorsitzender der SJ Freistadt.

Die SJ sieht die Lösung in einer Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden in der Woche – bei vollem Lohnausgleich wohlgemerkt. „Seit der letzten Arbeitszeitverkürzung 1975 auf 40 Stunden ist die Produktivität um zirka 30 Prozent gestiegen. Auch die Gewinne der Unternehmen sind gestiegen, während die Löhne und Gehälter gleichgeblieben oder sogar gesunken sind. Eine 30-Stunden-Woche bei gleichem Lohn würde hier wieder etwas Gerechtigkeit schaffen und Arbeiter und Angestelle an Produktivitätszuwächsen beteiligen“, setzt Pilgerstorfer fort.

Die SJ ist zudem der Meinung, dass durch kürzere Arbeitszeiten auch die Krankenstände zurückgehen würden und die Arbeitslosigkeit bekämpft werden könnte. Gerade im Hinblick auf Digitalisierung, die viele Jobs überflüssig machen wird, führt kein Weg an einer allgemeinen Arbeitszeitverkürzung vorbei. Einer weiteren Arbeitszeitflexibilisierung und einem 12-Stunden-Tag erteilt die SJ außerdem eine klare Absage. „Der Acht-Stunden-Tag wurde hart erkämpft. Es ist an der Zeit einen Schritt nach vorne und nicht zurück zu gehen. Arbeiter und Angestellte sind jetzt schon massiv unter Druck, da braucht es nicht noch eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen“, sagt Fiona Kaiser, Landesvorsitzende der Sozialistischen Jugend abschließend.


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