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BEZIRK FREISTADT. Mit einer Gala wurden Unternehmen des Bezirks, die bereits mehr als 75 Jahre bestehen, ins Rampenlicht gerückt.

Der älteste Traditionsbetrieb im Bezirk Freistadt ist die Pfahnl Backmittel GmbH aus Pregarten (gegr. 1476). V. l. Matthias Tagwerker (Raiffeisenbank Region Pregarten), WKO-Obfrau Gabriele Lackner-Strauss, Bürgermeister Anton Scheuwimmer (Pregarten), Herbert und Eva Pfahnl, WKOÖ-Vizepräsidentin Angelika Sery-Froschauer, Dietmar Wolfsegger (Leiter WKO Freistadt) Foto: cityfoto/Wolfgang Simlinger

Traditionsbetriebe bilden seit vielen Jahrzehnten, manche sogar seit Jahrhunderten, ein starkes wirtschaftliches Rückgrat für den Bezirk Freistadt. Mit ihren Arbeits- und Lehrplätzen sowie ihren Steuerleistungen sind sie elementares Fundament für Wohlstand und Lebensqualität in der Region. „Das gehört gebührend honoriert“, begründete WKO-Obfrau Gabriele Lackner-Strauss, warum die WKO Freistadt bei einer Gala in der Freistädter Messehalle alle Traditionsbetriebe mit mehr als 75-jährigem Bestand entsprechend ins Rampenlicht rückte. „Die Betriebe sind das Herz und die Seele sowie das Rückgrat unserer Region. Mit dieser Gala wollen wir den Unternehmern Wertschätzung zollen.“

Wirtschaftliche Vorzeigeregion

Dass sie stabil und krisensicher auf Nachhaltigkeit fokussiert sind, haben diese Familien-Traditionsbetriebe auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten – viele Jahre lang unmittelbar entlang des Eisernen Vorhangs, ebenso aber auch während der Wirtschaftskrise 2009 – bewiesen, zollte auch WKOÖ-Vizepräsidentin Angelika Sery-Froschauer diesen Unternehmen Beifall für ihre Leistungen. Ihre beständige Bereitschaft, sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen, spiegle sich auch darin wider, dass der Bezirk Freistadt mittlerweile zu den wirtschaftlichen Vorzeigeregionen Oberösterreich gezählt werden darf.

Betrieb mit Familienanschluss

Voraussetzung für die Ehrung als Traditionsbetrieb ist, dass das Unternehmen mindestens seit 50 Jahren besteht, durchgehend mehrheitlich im Familienbesitz bzw. Familienverbund geführt wurde und seinen Hauptsitz im Bezirk Freistadt hat, nennt WKO-Leiter Dietmar Wolfsegger die Kriterien. „Ein Traditions- beziehungsweise Familienbetrieb hat viele Vorteile“, sagt Lackner-Strauss. „Sie bieten Familienanschluss, viele Mitarbeiter können ehrenamtlich tätig sein, zum Beispiel bei den örtlichen Feuerwehren, sie bieten regionale Arbeitsplätze, bilden Lehrlinge aus und tragen soziale Verantwortung.“

Betrieb seit 1476

Als jenes Unternehmen, das den stetigen Wandel und die diversen Anforderungen bislang am längsten im Bezirk Freistadt erfolgreich bewältigt hat, wurde die Pfahnlmühle aus Pregarten ausgezeichnet. Diesen Betrieb gibt es seit dem Jahr 1476. Eva und Herbert Pfahnl durften dafür aus den Händen von WKOÖ-Vizepräsidentin Angelika Sery-Froschauer, WKO-Obfrau Gabriele Lackner-Strauss und WKO-Leiter Dietmar Wolfsegger neben Urkunde und einem Buch, in dem sämtliche Traditionsbetriebe des Bezirkes Freistadt präsentiert bzw. aufgelistet sind, ein besonderes Traditionssymbol entgegennehmen: Eine Trophäe aus Granit und Glas – zwei Materialien, die in der Mühlviertler Wirtschaft seit Jahrhunderten eine große Rolle spielen. Granit ist zudem Fundament und solider Boden für eine beständige und aufstrebende Wirtschaft im Mühlviertel.

Buch über Traditionsbetriebe

Dietmar Wolfsegger und WKO-Mitarbeiterin Barbara Bauer haben mit Hilfe der Unternehmen im Bezirk ein Buch über die Traditionsbetriebe herausgegeben. „Branchen, die hier dominieren, sind Gastrobetriebe - neun Prozent der Traditionsunternehmen, die wir im Buch präsentieren, sind in der Gastronomie tätig - gefolgt von Holzbetrieben, Gütertransportunternehmen und Metallbetriebe. Die meisten Traditionsbetriebe gibt es in Unterweißenbach, dort sind es 22. in Freistadt sind es 20 und in der kleinen Gemeinde St. Leonhard gibt es 14 Betriebe, die mehr als 50 Jahre bestehen“, sagt Wolfsegger.


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