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BEZIRK FREISTADT. Fünf Gemeinden, fünf Themenfelder, ein Weg: Freistadt, Grünbach, Lasberg, Rainbach und Waldburg haben sich gemeinsam für eine Stadtumlandkooperation entschieden. Erste Projekte werden in den nächsten Monaten angegangen.

Wilhelm Patri (RMOÖ), Andreas Mandlbauer (Land OÖ), Josef Brandstätter, Elisabeth Paruta-Teufer, Stefan Weißenböck, Friedrich Stockinger und Michael Hirtl, Doris Teufelsbrucker (Komobile) und Max Mandl (Raum2) (v.l.)

Ein erster Schwerpunkt, an dem die fünf Gemeinden gemeinsam arbeiten, ist das Mobilitätskonzept. Es soll ein Fuß- und Radwegenetz zwischen den Gemeinden gebaut werden. Es soll vor allem für Alltagsradfahrer tauglich sein. „Wir haben uns gefragt, wie kommt man von den Umlandgemeinden am besten in das Stadtzentrum? Wir wollen die Umlandgemeinden an das Radwegenetz in Freistadt anbinden, das schon 2014 erarbeitet wurde“, erklärt Max Mandl vom Planungsbüro Raum2.

Bürgermeister Josef Brandstätter (Lasberg) stellte den Themenschwerpunkt Verkehrsentwicklung bei einer gemeinsamen Pressekonferenz vor. „Wir in Lasberg haben eine hohe Frequenz auf den Radwegen wegen der Stadtnähe. Es gibt viele Gründe für ein Radwegenetz: Da ist einerseits der ökologische Aspekt, der gesundheitliche – wir sind ja eine aktive Gesunde Gemeinde, und die Verkehrssicherheit. Für Lasberg war es schon lange eine Vision, dass wir unsere Radwege verbessern. Jetzt ist es ein konkretes Projekt geworden.“ Das Radprojekt soll 2019/2020 umgesetzt werden.

Siedlungsentwicklung

Die Regionsstrategie setzt noch auf weitere Schwerpunkte, die die fünf Gemeinden gemeinsam erarbeiten werden. Michael Hirtl, Bürgermeister Waldburg: „Das Thema Siedlungsentwicklung betrifft uns besonders. Mit elf Dörfern in der Gemeinde ist das nicht gerade einfach und die Bereitschaft von den Grundbesitzern, Grund für Häuslbauer zur Verfügung zu stellen ist derzeit auch nicht hoch. Wir wollen auf jeden Fall bestehende Ressourcen aufarbeiten und nutzen und vor allem unseren Ortskern beleben.“

Betriebsansiedelungen

Fritz Stockinger, Bürgermeister von Rainbach und Obmann von Inkoba (Interkommunale Betriebsansiedelung), ist „ein Befürworter, dass man über die Gemeindegrenze hinaus denkt“ und ist bemüht, die ideale Mischung an Betrieben an den S10- und Bahn-Anbindungen zu finden. Auch ein überregionales Radkonzept ist ihm wichtig. „Die Kinder aus Vierzehn können nicht gefahrlos mit dem Rad nach Rainbach oder Freistadt fahren, da muss sich was ändern!“

In Freistadt betrifft Inkoba vor allem das Baugebiet Freistadt Süd bei den Kreisverkehren. „Wir müssen noch Akzeptanz für den Umstieg auf Öffis schaffen, die Park and Ride-Anlage soll dazu beitragen. Der Hotel-Standort in Freistadt ist schon in Inkoba abgestimmt, wir halten diesen Standort frei. Das Hotel soll dann auch an das Radkonzept von Rainbach angebunden werden, um den Hotelgästen die Natur vor der Haustüre bieten zu können.“ Eine weitere Aufgabe der Regionsstrategie ist die Sicherung und der Ausbau der vorhandenen Infrastruktur am Messegelände Freistadt.

Natur- und Erholungsraum

Nicht vergessen werden darf in der Stadtumlandkooperation der Erholungsraum „Obere Feld-aist“. „Zum Hotelprojekt braucht es auch Freiraum und Naherholungsräume. Grünbach hat zum Beispiel schon Waldluftbademeister und ist reich an besonderen Kraftplätzen“, sagt Bürgermeister Stefan Weißenböck (Grünbach).

Die finale Beschlussfassung der Strategie mit den Schlüsselprojekten und deren Handlungsfelder sowie der ausgewiesenen Maßnahme „Innerregionales Fuß- und Radwegenetz“ wurde durch das Stadtregionale Forum Ende Mai beschlossen.


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