Bezirk Freistadt auf Erfolgskurs: Nur in Rohrbach und Eferding gibt es weniger Arbeitslose
BEZIRK FREISTADT. Mit 834 Personen (455 Frauen/379 Männer) sind Ende Juni um 153 (-15,5%) weniger auf Arbeitsuche, als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sinkt im Jahresvergleich um 0,6% und liegt Ende Juni bei 2,9%. Das ist hinter Rohrbach und Eferding der drittniedrigste Wert aller oö. Bezirke.

Der Rückgang betrifft sowohl Frauen als auch Männer, alle Qualifkationen und fast alle Altersgruppen. „Einzig die Zahl der über 50-Jährigen steigt in unserem Bezirk im Jahresvergleich, entgegen dem Bundestrend weiter an“, sagt AMS Freistadt Leiter Alois Rudlstorfer. Bei den unter 25-Jährigen sinkt die Zahl der Arbeitslosen um fast ein Drittel, bei den über 50 Jährige steigt sie hingegen um über 4%.
Chancen für ältere Arbeitssuchende
„Da auch die Zahl der offenen Stellen noch immer steigt, und das Angebot an passenden Arbeitskräften immer kleiner wird, geben Betriebe nun auch immer öfter älteren Arbeitsuchenden die Chance auf einen Arbeitsplatz“, sagt der Freistädter AMS Chef. Diesen neuen Trend untermauert er mit der Tatsache, dass im Juni die Arbeitsaufnahmen von über 50 Jährigen um 28% steigen. Die Lohnkostenzuschüsse des AMS an Betriebe, die schon länger arbeitsuchende einstellen, zeigen offenbar nun ihre Wirkung.
433 offene Stellen gemeldet
Derzeit sind von den Betrieben im Bezirk 433 offene Stellen beim AMS gemeldet. Die meisten offenen Stellen gibt es in den Metall- und Elektroberufen (70), in den Bauberufen (64), im Fremdenverkehr (43) und in den technischen Berufen (43). Derzeit kommen auf eine offene Stelle rechnerisch lediglich 1,9 Arbeitsuchende; und da ist der Sog unserer guten Arbeitskräfte in den Zentralraum noch nicht mitgerechnet. „Dass es bei dieser geringen Auswahl für Betriebe immer schwieriger wird, passendes Personal zu finden, liegt da auf der Hand“, sagt Rudlstorfer. Befristete Lohnkostenzuschüsse und arbeitsplatznahe Qualifizierung sollen Betriebe am Beginn der Beschäftigung von nicht optimal passenden Arbeitskräften unterstützen. Für über 50-Jährige, die schon länger, als drei Monate auf Arbeitsuche sind, übernimmt das AMS bis zu drei Monate lang zwei Drittel der Lohn- und Lohnnebenkosten.
44 Lehrstellensuchende, 116 offene Lehrstellen
Ende Juni gibt es im Bezirk Freistadt 44 Lehrstellensuchende (17 Mädchen/27 Burschen) und 116 offene Lehrstellen. „Da wir möglichst alle Lehrstellensuchenden in einer Lehrausbildung sehen würden, unterstützen wir Betriebe, die auf den Arbeitsmarkt benachteiligte Jugendliche oder Mädchen in traditionellen Männerberufen ausbilden, finanziell“, sagt Rudlstorfer. Alle Beihilfen des AMS müssen vor Beschäftigungsbeginn mit dem AMS vereinbart, bzw. beantragt werden


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