Im Bezirk Freistadt sinkt die Arbeitslosenquote auf 3,4 Prozent

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Frauen profitieren derzeit von der günstigen Situation auf dem Arbeitsmarkt mehr als Männer. Foto: Wodicka
Mag. Claudia Greindl Mag. Claudia Greindl, Tips Redaktion, 02.08.2018 16:11 Uhr

BEZIRK FREISTADT. 981 Personen waren mit Stand von Ende Juli auf Arbeitssuche. Die  Arbeitslosenquote sinkt im Jahresvergleich um 0,4 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent. „Damit sind um 132 Personen oder fast 12 Prozent weniger auf Arbeitsuche als noch vor einem Jahr“, freut sich der Leiter des AMS Freistadt Alois Rudlstorfer.

Von der günstigen Situation auf dem Arbeitsmarkt profitieren derzeit mehr Frauen als Männer. Bei den Frauen beträgt der Rückgang 16 Prozent, bei den Männern nur knapp 6 Prozent. Sieht man sich die Altersstruktur der Arbeitsuchenden an, fällt sofort auf, dass es für Jüngere derzeit weit leichter ist, einen neuen Job zu finden, als für Ältere. „Die Zahl der unter 25 Jährigen sinkt um fast 30 Prozent, die Zahl derer, die zwischen 25 und 45 Jahren alt sind, sinkt um 14 Prozent, und bei den über 50-Jährigen steigt sie noch immer leicht an, in diesem Monat um knapp 1 Prozent “, sagt Rudlstorfer.

Ältere gezielt fördern

Das AMS Freistadt setzt deshalb weiterhin darauf, ältere Arbeitsuchende verstärkt in Förderaktivitäten einzubinden. Auf der einen Seite durch Qualifizierungsangebote für Arbeitsuchende und auf der anderen Seite durch Lohnkostenzuschüsse für Betriebe, die schon länger arbeitsuchende, über 50-Jährige einstellen. Das Stellenangebot für Arbeitsuchende ist derzeit so gut wie schon sehr lange nicht mehr.

475 offene Stellen im Bezirk

Insgesamt 475 offene Stellen gibt es derzeit bei den Betrieben im Bezirk. „Wenn auf eine offene Stelle lediglich zwei Bewerber kommen, stehen die Chancen extrem gut, den Job auch tatsächlich zu kriegen“, sagt der AMS-Chef. Anders sehen das naturgemäß die Personalverantwortlichen der Betriebe. Für sie ist die Auswahl schon sehr gering. Wenn man bedenkt, dass von den 981 Arbeitsuchenden jeder dritte mit gesundheitlichen Einschränkungen zu kämpfen hat, wird die Auswahl noch geringer. Auch die Aufnahme von Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen unterstützt das AMS mit Lohnkostenzuschüssen.

Mangelware Lehrlinge

Dramatisch ist die Situation für Betriebe, die ihren Fachkräftenachwuchs über die Lehre selbst ausbilden möchten. Für die derzeit 99 offenen Lehrstellen sind lediglich 40 Jugendliche beim AMS angemeldet. Für Jugendliche, die trotz dieser sehr guten Ausgangsituation bis zum Herbst keinen Lehrplatz finden, plant das AMS Berufsorientierungskurse, in denen noch die Suche noch einmal intensiviert wird. „Viel lieber wäre es mir aber, wenn wir diese Jugendlichen ohne Kurs auf Lehrplätze vermitteln könnten“, sagt Rudlstorfer. Betriebe, die benachteiligten Jugendlichen (gesundheitlichen Einschränkungen, soziale Probleme,...) eine Lehrausbildung ermöglichen, erhalten vom AMS eine Lehrstellenförderung.

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