Trotz Kritik Vorfreude auf das 800-Jahr-Jubiläum
FREISTADT. Auch wenn es in den vergangenen Tagen enorm Staub aufgewirbelt hat, das Jubiläumsfest zum 800. Geburtstag von Freistadt im Jahr 2020 wird bereits fleißig geplant.

Bürgermeisterin Elisabeth Paruta-Teufer versichert, dass es kein Fest mit riesigem Feuerwerk um 100.000 Euro geben wird. Das Geld geht an Projekte, die auch längerfristig Bestand haben sollen und werden. „Schulen, Vereine und alle, die Projektideen umsetzen werden, werden mit dem Budget unterstützt. Diese Projekte sollen auch später noch nachwirken“, sagt die Bürgermeisterin.Dass ein Projektleiter für das Stadtjubiläum angestellt werden muss, sei auch notwendig. „Der Projektleiter wird sehr eng mit dem Stadtmarketing zusammen arbeiten. Katharina Rotschne würde diesen zusätzlichen Aufwand nicht mehr schaffen!“
Vereine arbeiten zusammen
Gefeiert werden soll im Jahr 2020 von Jänner bis Oktober mit zahlreichen ganz unterschiedlichen Veranstaltungen. „Zum Beispiel möchte der Direktor der Neuen Mittelschule die längste Bolognese der Welt im Fasching auf die Beine stellen und vielleicht sogar auch einen Weltrekord erzielen. Eine weitere Projektidee ist die Braustadt in eine Fraustadt zu verwandeln und Frauen vor den Vorhang zu holen. Weiters möchte der Lehrer und Kabarettist Ernst Aigner vereins- und schulübergreifend arbeiten und hat ebenfalls schon einige Ideen dafür“, zählt Paruta-Teufer auf.
Entwarnung vom Schlossmuseum
Kritische Stimmen behaupteten ja, dass schon 1930 ein 800-Jahr-Jubiläum gefeiert wurde, was auch stimmt. Fritz Fellner vom Schlossmuseum klärt aber auf: „Niemand kann mit Gewissheit sagen, wann und von wem Freistadt gegründet wurde – aus dem ganz einfachen Grund, weil es darüber keinerlei Urkunden oder sonstige Dokumente mehr gibt. Einzig die erstmalige Erwähnung eines Landgerichtes im Jahr 1220 deutet auf eine Stadt hin, so hat man diese goldene Mitte als nicht beweisbares Jahr der Stadtgründung von Freistadt gewählt.“So kommt Freistadt also zum zweiten Mal, dieses Mal aber historisch wesentlich genauer, zu einer 800-Jahr-Feier im Jahr 2020, für die bereits viele Vereine ihre Vorbereitungen treffen.
„Auch wir vom Schlossmuseum freuen uns schon sehr auf die Feierlichkeiten, Veranstaltungen und Ausstellungen und wir sind stolz darauf, unsere wunderschöne Stadt wieder hoffentlich recht vielen begeisterten Besuchern präsentieren zu dürfen. Wir laden schon jetzt ganz herzlich ein zu unserer Lebkuchen-Sonderausstellung unter dem Motto „Es war einmal, .... ein märchenhafter Spaziergang durch 800 Jahre Freistadt“. Außerdem wird das Museum anlässlich dieser Festlichkeiten versuchen, Fachtagungen(Heimatforschertagung und oberösterreichischer Museumstag) nach Freistadt zu bringen“, freuen sich Obmann Peter Knoll, Kustos Fritz Fellner und Ehrenobmann Emil Vierhauser.


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