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BEZIRK FREISTADT. Prognosen zufolge soll die Zahl der pflegebedürftigen Oberösterreicher bis 2030 um 30 Prozent ansteigen. Rechnet man diese Entwicklung auf den Bezirk um, bedeutet das einen Anstieg um rund 1.000 ältere Menschen. Der Pensionistenverband schlägt deshalb Alarm und fordert den Ausbau alternativer Wohnformen.

Hans Affenzeller, Helga Hofstadler (PV Freistadt) und Landtagsabgeordneter Michael LindnerFoto: PV Bezirk Freistadt

Projekte wie die Wohnoase im alten Krankenhaus Freistadt sollen eine sinnvolle Erweiterung zum bestehenden Angebot des Sozialhilfeverbandes sein. Deshalb sollte die Einrichtung um zehn Plätze erweitert werden. Darüber hinaus fordert der Pensionistenverband den raschen Bau von vorerst mindestens fünf derartigen Wohnanlagen. Ideal als künftige Standorte wären im Süden des Bezirks Tragwein, Neumarkt und Wartberg und auch für die Mühlviertler Alm sollte ein Projekt ins Auge gefasst werden, fordert der Bezirksvorsitzende Hans Affenzeller.

Erbschaftssteuer statt privater Pflegeversicherung

Auch der Ausbau dieser Tagesbetreuung hat für den Pensionistenverband Priorität, weil es immer mehr Personen gibt, die zwar zu Hause wohnen, tagsüber aber außer Haus betreut werden wollen. Eine private Pflegeversicherung lehnt der Pensionistenverband aus sozialen Gründen ab und fordert ein klares Bekenntnis zur Steuerfinanzierung. Ins Auge zu fassen sei die Einführung einer Erbschaftssteuer auf Millionenerbschaften, die für die Kosten der Pflege zweckgewidmet wird. Im Sommer wird der Pensionistenverband eine Befragung durchführen, um die Bedürfnisse der Betroffenen in der Region zu erfassen.


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