Volkshilfe Freistadt zu Moria: „Wir haben Zimmer frei!“

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Mag. Claudia Greindl Mag. Claudia Greindl, Tips Redaktion, 17.09.2020 12:13 Uhr

FREISTADT. In Moria leben nach den Bränden im Flüchtlingslager Tausende Menschen, darunter viele Kinder und Jugendliche, auf der Straße. Die Volkshilfe Freistadt setzt sich daher für die Aufnahme unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge in Österreich ein.„Diese Situation ist skandalös“, erklärt Hans Affenzeller als Vorsitzender der Volkshilfe Freistadt und fordert die Aufnahme einer namhaften Anzahl unbegleiteter Minderjähriger in Österreich. 

Allein die Volkshilfe Oberösterreich sei in der Lage, sofort 250 unbegleitete Kinder und Jugendliche in bestehende Quartiere aufzunehmen und dort auch zu betreuen. „Wir haben Zimmer frei und die Möglichkeiten, die Mittel, die Erfahrung und auch viele hilfsbereite Menschen, um diesen Flüchtlingen zu einem würdigen Dasein zu verhelfen. Diese Aufnahme und Betreuung würde viel Leid lindern und keineswegs zu Lasten der heimischen Bevölkerung gehen“, so Affenzeller. Dieser Meinung sind auch Landtagsabgeordneter Michael Lindner (er wird Affenzeller Ende September als Vorsitzender der Volkshilfe Freistadt folgen) und dessen Vater Josef Lindner, Bürgermeister von Gutau. „Gutau steht für ein humanistisches Europa. Wir helfen in Solidarität für Menschen“, so der SP-Ortschef.

Letztes Quartier musste geschlossen werden

„Die Volkshilfe Oberösterreich war 1997 österreichweit eine der ersten Organisationen, die Quartiere für unbegleitete Minderjährige eingerichtet haben. Von den insgesamt neun Quartieren für zirka 300 Jugendliche mussten wir nun auch das letzte in der Linzer Raimundstraße schließen“, erklärt Christian Schörkhuber, Geschäftsführer der Volkshilfe Flüchtlings- und Migrantenbetreuung. Für ihn, Affenzeller und die Familie Lindner ist das „die Folge der Hardliner-Flüchtlingspolitik der vergangenen Jahre und einfach unerträglich“.

 

 

In Griechenlands größtem Flüchtlingslager in Moria auf Lesbos brachen vor rund zwei Wochen mehrere Brände aus. Das Lager war für rund 2800 Menschen ausgelegt, allerdings befanden sich dort mehr als 12.600 Schutzsuchende unter schwierigsten Bedingungen.

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