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BEZIRK FREISTADT. Die Zahl der Arbeitslosen steigt um fast 16 Prozent. Laut Arbeitsmarktservice Freistadt-Leiter Alois Rudlstorfer ist ein weiterer Anstieg durch den zweiten Lockdown und den Winter zu erwarten. 

Alois Rudlstorfer, Geschäftsstellenleiter AMS Freistadt Foto: AMS
Alois Rudlstorfer, Geschäftsstellenleiter AMS Freistadt Foto: AMS

Im Vergleich zum Oktober 2019 steigt die Zahl der Arbeitslosen um 15,8 Prozent. Mit 931 Personen (500 Frauen/431 Männer) sind derzeit im 127 Personen mehr beim AMS gemeldet, als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Gegenüber September 2020 sinkt die Zahl um 55 Personen. Die Arbeitslosenquote liegt Ende Oktober bei 3,1 Prozent. „Damit befinden wir uns weiterhin im Österreichischen Spitzenfeld und auch bei weitem unter der OÖ Arbeitslosenquote von 5,4%“, sagt AMS Freistadt Leiter Alois Rudlstorfer.

Die Folgen des erneuten Lockdowns sind laut Rudlstorfer derzeit nicht absehbar. Entscheidend dabei wird sein, ob die getroffenen Maßnahmen der Bundesregierung, wie Ersatz für Umsatzentgang, die neue Kurzarbeit usw. die Unternehmen im Bezirk dazu bewegen, ihre Mitarbeiter weiter zu beschäftigen oder in die Arbeitslosigkeit zu schicken. „Sicher ist, dass die Arbeitslosenzahlen in den nächsten Monaten schon alleine wegen der Personen, die im Bau- und Baunebengewerbe arbeiten, und auf Grund des bevorstehenden Winters ihren Job saisonbedingt verlieren, steigen werden“, sagt Rudlstorfer.

Arbeitskräfteberdarf

Ende Oktober sind beim AMS 454 offene Stellen in den Freistädter Betrieben gemeldet. Am meisten gesucht werden Arbeitskräfte in den Metall- und Elektroberufen (64), in den technischen Berufen (63) und im Handel (57). Trotz der steigenden Zahl an arbeitslosen Personen ist es für Betriebe sehr schwer, passende Mitarbeiter zu finden. Das Angebot an offenen Stellen bzw. das dazu gehörige Anforderungsprofil passen immer seltener zu den Fähigkeiten der arbeitsuchenden Personen.

„Betriebe, die arbeitsuchende Personen auf ihre individuellen Bedürfnisse ausbilden wollen, unterstützen wir im Rahmen der arbeitsplatznahen Qualifizierung mit der Übernahme der Kosten für die Deckung des Lebensunterhaltes des Auszubildenden. Es fallen also für diese Zeit keine Lohnkosten an“, sagt der Freistädter AMS Chef. Weiters sind auch 191 offene Lehrstellen beim AMS Freistadt gemeldet. 61 davon sind sofort verfügbar. Die restlichen 130 Lehrstellen stehen bereits jetzt für die Schulabgänger des kommenden Sommers zum Bewerben bereit.

Für die 61 sofort zu besetzenden Lehrstellen stehen momentan lediglich 25 Jugendliche, die einen Ausbildungsplatz suchen, zur Verfügung. „Das verdeutlicht recht anschaulich, wie schwierig es derzeit für die Unternehmen, die ihren Fachkräftenachwuchs selbst ausbilden möchten, ist, einen passenden Lehrling zu finden“, sagt Rudlstorfer

Kurzarbeit

Für die neue Kurzarbeit, die ab 1. Oktober beantragt werden kann, wurden bis jetzt 70 Unterstützungsanträge beim AMS Freistadt eingebracht. Betroffen sind zirka 650 Personen, für die eine Unterstützung in der Höhe von zirka 5,6 Millionen Euro beantragt wird. „Auf Grund des neuerlichen Lockdowns, erwarten wir insbesondere von den Betrieben des Gastgewerbes zahlreiche weiter Anträge“, sagt Rudlstorfer


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