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BEZIRK FREISTADT. Ende April sind beim AMS Freistadt insgesamt 826 Personen (429 Frauen/397 Männer) arbeitslos gemeldet. Das ergibt eine Arbeitslosenquote von 2,8 Prozent. 

AMS-Leiter Alois Rudlstorfer Foto: AMS
AMS-Leiter Alois Rudlstorfer Foto: AMS

„Durch den Start in der Gastronomie und der Hotellerie Mitte Mai, erwarte ich mir einen weiteren Rückgang bei den Arbeitsuchenden“, sagt AMS Freistadt Leiter Alois Rudlstorfer. Diese niedrige Zahl an Arbeitsuchenden bringt den eigentlich permanent vorhandenen Fachkräftemangel wieder ans Licht. „Bei sinkenden Arbeitslosenzahlen und gleichzeitig steigenden Zahlen an offenen Stellen wird es für Betriebe bereits jetzt wieder sehr schwer, passende Arbeitskräfte zu finden“, sagt Rudlstorfer.

Langzeitarbeitslose

Die einzige Problemgruppe auf Seiten der Arbeitsuchenden ist derzeit die der Langzeitarbeitslosen. Durch die Corona Pandemie erhöht sich deren Zahl auf 215 (99 Frauen/116 Männer), so dass derzeit jeder Vierte Arbeitslose bereits länger, als ein Jahr ohne Job ist. „Um einem weiteren Anstieg dieser Zahlen entgegen zu wirken, wurde mit dem Land OÖ ein attraktives Förderangebot entwickelt“, berichtet Rudlstorfer. Betriebe und Gemeinden erhalten bei der Einstellung einer langzeitarbeitslosen Person in den ersten beiden Monaten der Beschäftigung 100 Prozent und für weitere zehn Monate 66,7 Prozent der Lohn- und Lohnnebenkosten vom AMS rückerstattet. Darüber hinaus werden vom Land OÖ, während der Beschäftigung anfallende Schulungskosten bis zu 5.000 Euro gefördert.

Arbeitskräftebedarf

Die Arbeitslosenzahlen sind derzeit ungefähr auf dem Niveau von 2019 und der Fachkräftemangel macht sich wieder deutlicher bemerkbar. Den 826 Arbeitsuchenden Personen stehen insgesamt 509 offene Stellen gegenüber. „Bei einem Verhältnis von einer offenen Stelle zu 1,6 Arbeitsuchenden ist es wichtig, auch Personen mit Vermittlungseinschränkungen oder Langzeitarbeitslose in den Personalauswahlprozess mit einzubeziehen“, sagt der Freistädter AMS Chef. Unternehmen, die Personen dieser Gruppen einstellen, unterstützt das AMS mit einem zeitlich befristeten Lohnkostenzuschuss. Für genauere Infos stehen die Berater des AMS zur Verfügung. Am dringendsten gesucht werden derzeit Arbeitskräfte in den Metall- und Elektroberufen (69), im Handel (65), in technischen Berufen (64), in den Bauberufen (59), in den Büroberufen (40) und in den Gesundheitsberufen (31).

Suche nach Lehrlingen ist schwierig

Die Suche nach geeigneten Lehrlingen, ist für Unternehmen momentan noch schwieriger. Den 160 offenen Lehrstellen stehen derzeit lediglich 61 Lehrstellensuchende gegenüber. Die meisten offenen Lehrstellen gibt es in den Bauberufen (41), im Handel (33), in den Metall- und Elektroberufen (23), in den Fremdenverkehrsberufen (21) und in den holzverarbeitenden Berufen (20). „Auch bei der Lehrlingsausbildung unterstützen wir Unternehmen, die Jugendlichen mit Vermittlungseinschränkungen eine Chance auf einen Ausbildungsplatz geben, finanziell“, sagt Rudlstorfer

Kurzarbeit

Für die Phase vier der Kurzarbeit (1.4.2021 – 30.6.2021) wurden bis dato von 159 Betrieben insgesamt 161 Unterstützungsanträge beim AMS Freistadt eingebracht. Betroffen sind zikra 860 Personen, für die eine Unterstützung in der Höhe von zirka 3,8 Millionen Euro beantragt wird.


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