Nach 13 Bluttaten: Freistädter VP-Frauen fordern zweite Frauen-Übergangswohnung
FREISTADT. Besserer Gewaltschutz ist ein Gebot der Stunde, meinen die ÖVP-Frauen. Die zahlreichen Bluttaten, denen heuer bereits 13 Frauen zum Opfer gefallen sind, zeigen es ganz deutlich. Die Frauen in der Freistädter ÖVP fordern in diesem Zusammenhang von Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ) die Schaffung einer zweiten Frauenübergangswohnung.

Bereits seit mehreren Jahren fungiert die Frauenberatungsstelle Babsi als Anlaufstelle für Frauen, die Gewalt ausgesetzt sind. Das fünfköpfige Team berät Frauen aber auch zu den Themen finanzielle Absicherung, berufliche Weiterbildung und gibt juristische Tipps zu den Bereichen Ehe, Trennung und Scheidung. Allein im Jahr 2020 haben 1329 Frauen 4177 Info- und Beratungsgespräche in Anspruch genommen.
Zwei Frauen nützten im Vorjahr die Übergangswohnung
Die Frauenübergangswohnung wurde von zwei Bewohnerinnen genutzt, die Zahl der Belegstage betrug 171, geht aus dem Jahresbericht hervor. Laut Babsi-Geschäftsführerin Christine Lasinger kommt Gewalt in Beziehungen und Familien unabhängig von ökonomischem Status, Bildung, Kultur und Religion vor, wobei in letzter Zeit die psychischen Formen wie Beleidigungen oder Demütigungen zunehmen.
Rasch handeln
Genau hier haken die Frauen in der Freistädter ÖVP ein. „Es ist lobenswert, dass das Sozialressort auch im Mühlviertel ein Frauenhaus realisieren will. Als Sofortmaßnahme ist aber die Schaffung einer zweiten Frauenübergangswohnung in Freistadt notwendig“, appellieren sie an die zuständige Sozial-Referentin Birgit Gerstorfer, (SPÖ), rasch Maßnahmen zu setzen. Noch immer würden Frauen aus Scham die Hilfsangebote nicht nutzen, diese Hemmschwelle gelte es abzubauen.


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