Vielfalt am Hof in Sandl: Christoph Riepl hat eine Bisonherde hinterm Haus

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Mag. Susanne  Überegger Mag. Susanne Überegger, Tips Redaktion, 21.09.2021 17:58 Uhr

SANDL. Ein Hauch nordamerikanischer Prärie weht durch die kleine Ortschaft Rothenbachl bei Sandl. Auf den Weiden rund um das Bauernhaus von Christoph Riepl tummelt sich – man traut seinen Augen kaum – eine Bisonherde. 

„Die Milchkühe in unserem Stall sind ein Auslaufmodell“, sagt der 27-Jährige, der die gut 30 Hektar große Bio-Landwirtschaft 2018 von seinen Eltern Monika und Johann übernommen hat. Dem gelernten Dachdecker und Spengler, der in der Voest schichtelt, war bei der Übernahme klar, sich nach einem anderen betrieblichen Standbein umsehen zu wollen – je außergewöhnlicher, desto besser. „Ich habe mir die Bison-Ranch in Langschlag angeschaut und wusste gleich, das ist es“, sagt der Nebenerwerbslandwirt.

Mit fünf tragenden, weiblichen Tieren – Christoph Riepl nennt sie liebevoll „Bisonetten“ – startete er vor drei Jahren seine eigene Zucht, später kam noch ein stattlicher Zuchtbulle dazu. Die Herde ist mittlerweile auf 17 Tiere angewachsen und gibt ob ihrer imposanten Masse einen beeindruckenden Anblick ab. Ausgewachsen kann ein Bulle bis zu 1,4 Tonnen schwer werden.

Genügsame Tiere

„Rückblickend kann ich es zugeben, ich hatte am Anfang keine Ahnung von Bisons und bin quasi ins kalte Wasser gesprungen“, schmunzelt der Sandler, dessen Bisons das ganze Jahr über im Freien auf den Weiden rund ums Haus leben. Ein neuer Unterstand wurde gerade vor Kurzem fertiggestellt. Gras und Heu reichen den genügsamen Tieren als Futter, und weder Schnee und Kälte noch Hitze können den anpassungsfähigen Bisons etwas anhaben.

„Die Haltung von Bisons ist nicht so aufwändig wie ein Milchviehbetrieb. Sicherlich schaue ich jeden Tag nach den Tieren, aber sie brauchen keine intensive Betreuung“, sagt Riepl, den seine Tiere wohl kennen – berührt aber wollen sie nicht werden, und auf der Weide ist Vorsicht geboten. Ist ein Jungtier mit Ohrmarken zu versehen, schwingt Christoph Riepl gekonnt das Lasso.

Gerne sitzt er auf dem Bankerl auf einer selbst gezimmerten Aussichtsplattform und erfreut sich am Anblick seiner Bisonherde. Auf 40 Stück soll diese noch wachsen, „damit sich die Sache auch rentiert“. Denn bis ein Bison geschlachtet werden kann, vergehen drei Jahre. Der nächste, der nach einem schönen Bisonleben in die ewigen Jagdgründe ziehen wird, ist Zuchtbulle „Hulk“. Er ist mittlerweile vier Jahre alt und mit 800 Kilo ein ganz schönes Bröckerl. „Es fällt mir schon ziemlich schwer, wenn es dann soweit ist. Schließlich hat jedes meiner Tiere einen Namen“, sagt der Landwirt, der den Geschmack von Bisonfleisch als „vom Feinsten“ bezeichnet.

Hochwertiges Fleisch

Verwertet wird das ganze Tier von Kopf bis Schwanz. Das hochwertige, sehr magere Fleisch ist ob seiner vergleichsweise aufwändigen Produktion teuer. Mit 130 Euro für ein Kilo Filet vom Bison – daraus werden Steaks gemacht – muss man durchschnittlich schon rechnen. „Im Dezember gibt es das nächste Mal Bisonfleisch bei uns am Hof zu kaufen“, sagt Riepl. Seine Eltern waren übrigens anfangs zwar erstaunt über die ungewöhnliche Geschäftsidee ihres Sohnes, sind mittlerweile aber selbst Feuer und Flamme für die Bisons und unterstützen Christoph, wo es nur geht. Kontakt: Tel. 0660/6878782

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