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Zuerst kein Lohn, dann Kündigung: AK Freistadt erkämpft 8.500 Euro für Servicekraft

Online Redaktion, 14.07.2022 08:53

BEZIRK FREISTADT. Anfangs wurde nur ein Teil des Lohnes überwiesen und in den Folgemonaten blieben die Zahlungen gänzlich aus: Diese Erfahrung musste eine Servicekraft im Bezirk Freistadt machen. Einer von vielen Rechtsfällen, die in der AK-Bezirksstelle erfolgreich bearbeitet werden. „Unsere Bezirksstellen sind wichtige Anlaufstellen für die Beschäftigten in Oberösterreich“, sagt AK-Präsident Andreas Stangl.

Leiter der AK-Bezirksstelle Freistadt Klaus Riegler und AK-Präsident Andreas Stangl (Foto: Wolfgang Spitzbart/AKOÖ)

Eine Servicekraft in einem Gastronomiebetrieb im Bezirk Freistadt erlebte vergangenen Herbst, wovor sich viele Arbeitnehmer besonders in Krisenzeiten fürchten: Trotz erledigter Arbeit erhielt der Mitarbeiter keinen Lohn. Im September war es nur eine Teilzahlung und in den Folgemonaten ging kein einziger Euro auf seinem Konto ein. Der Mitarbeiter sprach seinen Vorgesetzten darauf an und verlangte die Ausbezahlung der offenen Ansprüche. Nur wenige Wochen später wurde der Arbeitnehmer fristwidrig gekündigt. Daraufhin wandte sich der Mann an die Arbeiterkammer, um bei seinem Ex-Arbeitgeber einzufordern, was ihm zustand. Die Experten der Arbeiterkammer Freistadt konnten nicht nur die offenen Ansprüche, sondern auch eine Kündigungsentschädigung für die Servicekraft erkämpfen. Er erhielt insgesamt 8.500 Euro.

Für AK-Präsident Andreas Stangl belegt dieser Fall, wie wichtig die Beratung und Vertretung der AK-Mitglieder in den 14 Bezirksstellen in Oberösterreich ist: „In unseren Bezirksstellen bekommen unsere Mitglieder das komplette Service der Arbeiterkammer in höchster Qualität geboten und das direkt vor Ort.“ Seit 1. Juli 1992 sind die AK-Bezirksstellen in einer eigenen Abteilung vereint, in diesen 30 Jahren wurde das Service permanent ausgebaut. „Während andere Organisationen ihre Angebote vor Ort einschränken, setzen wir verstärkt auf Regionalisierung“, sagt der AK-Präsident. Die Mitglieder wissen das zu schätzen, das belegen die permanent hohen Beratungszahlen: Alleine im Bezirk Freistadt wurden in den vergangenen 30 Jahren mehr als 130.000 Menschen beraten. In arbeitsrechtlichen Angelegenheiten wurden fast 24 Millionen Euro für die Mitglieder erkämpft.


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