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Online Redaktion, 25.11.2022 10:03

UNTERWEITERSDORF. Die Anschlussstelle Unterweitersdorf wird zur größten ampelgeregelten Kreuzung im oberösterreichischen Landesstraßennetz. Damit sollen die erheblichen Wartezeiten beim Kreisverkehr und die Rückstaus auf die Mühlviertler Schnellstraße sowie auf die Königswiesener Straße Geschichte sein.

  1 / 2   Planung Umbau Kreisverkehr an der Anschlussstelle Unterweitersdorf S10 Mühlviertler Schnellstrasse / B125 / B124 (Foto: ASFINAG / Land OÖ)

Der wirtschaftliche Raum rund um die im Jahr 2015 eröffnete S10-Anschlussstelle Unterweitersdorf hat sich in den letzten Jahren dynamisch entwickelt. Zahlreiche Betriebsansiedelungen haben viele Arbeitsplätze geschaffen. Gleichzeitig resultiert aus der wirtschaftlich positiven Entwicklung eine verkehrliche Überlastung der Anschlussstelle in den Morgen- und Abendstunden. Diese führt zu erheblichen Wartezeiten an den Ästen des bestehenden Kreisverkehrs. Zum Teil reicht der Rückstau bis auf die S10 Mühlviertler Schnellstraße bzw. auf die B124 Königswiesener Straße zurück. 

„Diese Situation stellt vor allem ein wesentliches Verkehrsrisiko dar. Das Land Oberösterreich und die ASFiNAG planen einen langfristig wirkenden Umbau des Kreisverkehrs Unterweitersdorf in eine leistungsfähige, ampelgeregelte Kreuzung“, sagt Günther Steinkellner, Landesrat für Infrastruktur und Mobilität.

Nach Erarbeitung, Prüfung und Vergleich mehrerer Varianten wurde der Umbau des Kreisverkehrs zu einer vierstrahligen ampelgeregelten Kreuzung inklusive der teilweisen Zulegung von Abbiegestreifen als zukunftsorientierte Bestvariante festgestellt. Neben der Leistungsfähigkeit waren vor allem die möglichst geringe zusätzliche Flächenversiegelung, die bauliche Umsetzbarkeit (Bauzeit) sowie die Wirtschaftlichkeit die entscheidenden Kriterien.

„Mit dieser Lösung geht die Verbesserung der Verkehrssicherheit Hand in Hand mit der Steigerung der Leistungsfähigkeit“, unterstreicht Landesrat Steinkellner. Die geplante ampelgeregelte Kreuzung könne eine mögliche Verkehrszunahme von 60 Prozent sicher und flüssig abwickeln. Durch die Berücksichtigung der zukünftigen Erweiterungsmöglichkeit des INKOBA Betriebsbaugebietes Unterweitersdorf werde der Umbau auch langfristig verkehrlich wirksam sein.

Steinkellner: „Verkehr wird sicherer und flüssiger laufen“

„Mit dem Umbau zur größten ampelgeregelten Kreuzung des Landes, wird der Verkehr in Unterweitersdorf zukünftig sicherer, flüssiger und runder laufen. Weitere Entwicklungspotentiale der Mobilität werden auch aus dem Infrastrukturprojekt Regional-Stadtbahn erwachsen. Unterweitersdorf wird in der Mobilitätszukunft also leistungsfähig aufgestellt sein“, so Günther Steinkellner. 

Handlos: „Leistungsstarke Ampellösung das Optimum für die Region“

„Der Ausbau der S10 ist ein Synonym für das dadurch ausgelöste Mühlviertler Wirtschaftswunder. Dies hatte auch Auswirkungen auf den Verkehr. Während in Oberösterreich die langjährige Verkehrsentwicklung ein durchschnittliches Plus von rund 1,5 Prozent verzeichnet, zeigte sich im Landesstraßennetz entlang der S10 eine doppelt so große Zunahme von etwa 3 Prozent. Mit dieser leistungsstarken Ampellösung wird das Optimum für die Region und Standortgemeinde erzielt“, zeigt sich LAbg. Peter Handlos aus Tragwein zufrieden.

 Zeitlicher Ablauf

Gemeinsam haben das Land OÖ und die ASFiNAG im ersten Halbjahr 2022 die Planungen für den Umbau gestartet. Die Einreichplanung soll bis zum Frühjahr 2023 fertiggestellt werden. Anschließend werden die rechtlichen Verfahren bei den zuständigen Behörden geführt.


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