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FREISTADT. Der 16-jährige Raphael Pühringer begann im August die Lehre als Möbel- und Bautischler. Er möchte eines Tages das Erbe seines Großvaters Ernst und Vaters Harald antreten und den Familienbetrieb übernehmen. Damit würde er die heute mehr als 40-jährige Erfolgsgeschichte des Mühlviertler Betriebes weiter schreiben - mit traditionellen Werten und seinen modernen Ideen.

  1 / 2   Raphael Pühringer (r.) möchte das Handwerk von Grund auf lernen und eines Tages in dieFußstapfen seines Opas Ernst und Vaters Harald treten. (Foto: Flora Fellner)

1981 gründete Ernst Pühringer das Unternehmen mit Sitz in Reichenthal. 1994 schaffte er mit einem Schauraum in der Freistädter Innenstadt ein zweites Standbein im Bereich Bautischlerarbeiten (Fenster, Türen und Böden). 2000 eröffnete das Ausstellungshaus in der Leonfeldner Straße 35. Auf mehr als 700 Quadratmetern bietet es seither alles rund um Fenster, Türen, Böden, Sonnenschutz und Schlafen. Seit 2003 sind die Brüder und Tischlermeister Harald und Klaus die neuen Geschäftsführer des Unternehmens. Mittlerweile steht auch die nächste Generation des Familienbetriebes in den Startlöchern.

„Ich bin sehr, sehr stolz, dass mein Enkel so großes Interesse an unserem Betrieb zeigt. Als Firmengründer freut es mich riesig, dass Raphael eines Tages in die Fußstapfen seines Vaters Harald steigen möchte. Der Zusammenhalt und die Zusammenarbeit an beiden Standorten sind einzigartig“, freut sich Ernst Pühringer. Ist Not am Mann, hilft er gerne noch mit, etwa beim Einkaufen oder Liefern. „Ansonsten halte ich mich aus allen Angelegenheiten raus. Das fällt mir nicht schwer, da ich weiß, dass meine beiden Söhne meine Werte teilen und diese auch an ihre Kinder weitergeben. Standhaftigkeit, Ehrlichkeit, eine wertschätzende Kommunikation und ein gutes Auskommen mit allen Mitarbeitern und Kunden war und ist uns immer wichtig“, betont der 77-Jährige.

Auch Harald Pühringer zeigt sich stolz, dass sein Jüngster großes Interesse an seiner Firma zeigt. „Mir war es immer wichtig, dass meine drei Kinder frei entscheiden, was sie machen wollen. Umso mehr freut es mich, dass mein Sohn großes Interesse zeigt, das Handwerk zu erlernen und mein Erbe eines Tages anzutreten.“ Er würde sich wünschen, dass der 16-Jährige zum gegebenen Zeitpunkt die Zügel übernehmen möchte. Der erste Schritt ist getan, denn „Raphi“ genießt im Zuge seiner Möbel- und Bautischlerlehre eine fundierte Ausbildung an beiden Standorten. „Wenn er die Produkte und Anforderungen auf der Baustelle von Grund auf kennenlernt, ist er für den Verkauf und die Leitung der Montage perfekt gerüstet“, so Harald und betont zugleich: „Sollte er sich nach der Lehre oder später gegen eine Übernahme entscheiden, ist das auch okay. Freude an der Arbeit und beim Tun sowie eine positive Sicht auf die Dinge sind überaus wichtig. Er muss die Firma nicht übernehmen, er darf, wenn er möchte.“

Raphael ist nach den ersten Wochen und Monaten seiner Lehre nicht nur vom Teamgeist im Betrieb begeistert: „Mich hat schon sehr früh fasziniert, was mein Papa beruflich macht. Beim Schnuppern in der Tischlerei und im Ausstellungshaus merkte ich, dass mir das Arbeiten mit Holz und das Montieren viel Spaß macht. Ich fühlte mich von Anfang an sehr wohl, vor allem, weil das Team jung, zuverlässig und motiviert ist. Alle sind hilfsbereit und wir machen auch lässige Freizeitaktivitäten wie Kartfahren.“ Besonders cool an seinem Job findet er, dass er am Ende des Tages sieht, was er geschaffen hat.


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