Krabbelstube-Umbau, Windpark-Pläne und Bankstellen-Schließung als aktuelle Herausforderungen in Leopoldschlag
LEOPOLDSCHLAG. Die baldige Schließung der Bankstelle und der damit verbundene Leerstand im Amtshaus ist eines der aktuellen Themen in der Gemeinde. Pläne für zwei Windparkprojekte werfen viele Fragen auf. Mit der neuen Krabbelstube gibt es auch Erfreuliches zu berichten.

Noch sind die Umbauarbeiten in vollem Gang, aber schon am 4. September wird die neue Krabbelstube in Leopoldschlag, die durch eine Kooperation mit der Gemeinde Rainbach zustande gekommen ist, den Betrieb aufnehmen. Eine Kindergärtnerin und eine Helferin betreuen maximal zehn Kinder aus den beiden Gemeinden – je nach individuellem Bedarf von Montag bis Freitag, jeweils von 7 bis 13 Uhr. Bürgermeisterin Anita Gstöttenmayr ist stolz auf die Gemeindekooperation: „So ist beiden geholfen.“
Bestbewachte Krabbelstube
Untergebracht ist die Krabbelstube im Untergeschoß des Polizeigebäudes. „Damit ist unsere Krabbelstube vermutlich die bestbewachte im Bezirk Freistadt“, sagt Anita Gstöttenmayr mit einem Augenzwinkern. „Die Räumlichkeiten waren einer unserer schwer vermittelbaren Leerstände und werden jetzt wieder mit Leben gefüllt“, freut sich die Ortschefin.
Das Leerstandsmanagement ist eines der Themen, die Leopoldschlag gerade intensiv beschäftigen. Es ist geplant, Leerstände im Ortskern öffentlich gut nutzbar zu machen.
Bankstelle im Amtshaus wird im Jubiläumsjahr geschlossen
Mit der Schließung der Raiffeisenbankstelle Ende 2023 – Amtshaus und Bank teilen sich seit drei Jahrzehnten das Gebäude – droht der Gemeinde ein weiterer Leerstand.
„Am 1. September feiern wir das 30-jährige Bestehen mit einem Tag des offenen Amtshauses. Vor 30 Jahren war das Haus, in dem sich Gemeindeamt und Bankstelle befinden, ein echtes Vorzeigeobjekt in der Region. Viele Leopoldschläger haben damals mit Eigenleistungen mitgeholfen, das Gebäude zu errichten – genau jene Generation, die jetzt von der Schließung der Bankstelle am meisten betroffen ist. Es ist verständlicherweise ein sehr emotionales Thema für viele Bürger, denn es ist ein großer Teil der Infrastruktur, der in Leopoldschlag wegbricht“, sagt die Bürgermeisterin.
Bei der Nachnutzung der Bank-Räumlichkeiten hat die Gemeinde ein Mitspracherecht. „Die Räume sind barrierefrei und eignen sich zum Beispiel optimal für eine Facharztordination. Ein Start wäre ohne große Umbauarbeiten praktisch sofort möglich.“
Windparkprojekte am Leopoldschläger Berg
Viel diskutiert werden in Leopoldschlag derzeit auch die Pläne zweier Betreiber, am Leopoldschläger Berg Windräder aufzustellen. „Grundsätzlich sind sowohl ich als auch die Bewohner durchaus positiv eingestellt und offen für neue Projekte im Bereich der Energiegewinnung. Der geplante Standort und die Vorgehensweise der Betreiber sorgen jedoch für eine gewisse Verunsicherung“, sagt Gstöttenmayr.
Infoveranstaltung am 31. August
„Der Leopoldschläger Berg ist unser Naherholungsgebiet. Für die Windräder müssten Straßen gebaut und Fundamente betoniert werden“, so die Bürgermeisterin. Sie appelliert in der aktuellen Gemeindezeitung an die Grundeigentümer, keine voreiligen Vertragsunterzeichnungen zu tätigen. „Dafür gibt es meiner Meinung nach noch zu wenige Informationen und zu viele Fragezeichen.“ Am 31. August wird es eine Infoveranstaltung zu dem Thema geben.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden