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HIRSCHBACH. Die 20-jährige Hirschbacherin Larissa Zivkovic ist seit 1. August Landessekretärin der Sozialistischen Jugend (SJ) Oberösterreich. Im Tips-Gespräch erzählt sie, welche Themen ihr persönlich wichtig sind und welche Projekte im Bezirk Freistadt umgesetzt werden sollten.

Larissa Zivkovic (Foto: Erwin Pils)
Larissa Zivkovic (Foto: Erwin Pils)

Tips: Welche Themen liegen Ihnen persönlich am Herzen?

Larissa Zivkovic:Eines der großen Themen ist die Klimakrise, denn wir müssen unsere Lebensgrundlage sichern. Gerade sieht man ja wieder durch verheerenden Waldbrände, welche Konsequenzen der Klimawandel hat. Dabei ist es wichtig, zu schauen, was jeder individuell beitragen kann, aber vor allem braucht es auch eine systemkritische Lösung für den Klimaschutz, die große Konzerne miteinbezieht. Auch gegen die Teuerungen braucht es funktionierende Maßnahmen. Gerade leistbarer Wohnraum ist schwierig zu bekommen. Man sieht, dass der freie Markt das Problem nicht regelt, hier braucht es Lösungen, wie zum Beispiel einen Mietpreisdeckel. Auch gegen Spekulationen am Wohnmarkt, welche die Preise in die Höhe treiben, müssen Maßnahmen gesetzt werden. Und eine gerechtere Vermögensverteilung ist mir ein Anliegen, denn die Einkommensschere wird immer größer. Steuern auf Vermögen und Erbschaften sind notwendig.

Tips:Oft hört man von der Politikverdrossenheit der jungen Menschen in Österreich. Was braucht es, um junge Menschen für die Politik zu interessieren?

Zivkovic: Ich sehe keine Politikverdrossenheit bei jungen Menschen. Vielmehr nehme ich eine Jugendverdrossenheit in der Politik wahr. Viele Themen, die den jungen Leuten wichtig sind, wie der Klimaschutz oder die Teuerungen werden in den Regierungsparteien aber leider oft zu wenig ernsthaft behandelt. Es wäre schön, wenn junge Leute mehr eingebunden würden, man sich ihre Sorgen anhören und diese ernst nehmen würde.

Tips:Welche Zukunftsthemen sind in der SJ besonders wichtig?

Zivkovic: Wichtige Themen der SJ sind die Gleichstellung und auch der Kampf gegen Gewalt an Frauen. Die Gewaltprävention muss viel früher ansetzen, nicht erst, wenn etwas passiert ist. Es sollte ein größerer Fokus auf die Männerberatung gelegt und ein Gewaltschutzzentrum in der Region als Anlaufstelle für Frauen geschaffen werden. Im Bezirk Freistadt setzt sich Bürgermeister Christian Gratzl sehr stark für Gewaltschutzzentrum ein. Ein wichtiges Anliegen wäre uns auch, dass stärker gegen Rechtsextremismus vorgegangen wird. Hier wird unserer Meinung nach zu wenig getan, bei Straftaten gibt es kaum Konsequenzen und es wird immer von Einzelfällen gesprochen. Vorfälle sollten transparent gemacht werden.

Tips:Welche Projekte gilt es, im Mühlviertel, vor allem im Bezirk Freistadt, anzugehen?

Zivkovic: Die SJ Freistadt setzt einen starken Fokus auf die Jugendkultur und Bildungsarbeit. Es gibt leider wenig konsumfreie Plätze, an denen sich junge Menschen austauschen können. Daher sind wir sehr froh, dass es einen Neustart für das Jugendzentrum in Freistadt gibt. Ein wichtiges Thema im Bezirk ist die Mobilität. Da es im Mühlviertel viele Pendler gibt, müssen Busse besser getaktet und der Schienenverkehr ausgebaut werden. Für die Chancengleichheit von Frauen muss die Kinderbetreuung ausgebaut und kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Tips:Wie bist du selbst zur Politik gekommen?

Zivkovic:Ich habe mich immer schon für politische Themen interessiert und wir haben auch Zuhause viel diskutiert. Als ich 14 Jahre alt war, hat mich eine Freundin zur Redaktionssitzung der SJ mitgenommen und ich war gleich begeistert. Dann bin ich der SJ beigetreten, mit 16 auch SPÖ.


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