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Anti Atom Komitee: "Unverständlich, dass Japan noch immer auf Atomkraft setzt!"

Mag. Claudia Greindl, 07.01.2024 18:00

FREISTADT. Nach dem schweren Erdbeben am Neujahrstag in Japan ist es für das Anti Atom Komitee noch unverständlicher, dass das Land nach einigen Jahren der Vorsicht erneut vermehrt auf Atomkraft setzt.

Japan setzt trotz der Erdbebengefährdung weiterhin auf Atomkraft. (Foto: Garmon/Adobe Stock)
Japan setzt trotz der Erdbebengefährdung weiterhin auf Atomkraft. (Foto: Garmon/Adobe Stock)

Für kaum jemanden war Fukushima ein Begriff, bevor es etwa 160 Kilometer davon entfernt, am 11. März 2011 zu einem schweren Seebeben kam und in dessen Folge zu einem Tsunami sowie zu einer atomaren Katastrophe, die noch viele Jahre andauern wird. „Mit Folgen, die wohl bleibend sind. Genauso wie die weiteren Kosten für Dekontamination, Rückbau und nicht abschätzbare Umweltschäden“, stellt Manfred Doppler vom Anti Atom Komitee fest. „Fukushima ist nicht passiert, es passiert noch immer!“, fügt er hinzu.

Man weiß, dass Japan auf Erdbeben vorbereitet ist wie kaum ein anderes Land. Es darf auch davon ausgegangen werden, dass bezüglich Sicherheit von Atomkraftwerken (AKW) alle erdenklichen Lehren aus der Katastrophe gezogen wurden. „Dieses ‚erdenklich‘ ist aber auch gleichzeitig der Punkt“, ist Gerold Wagner vom Anti Atom Komitee überzeugt. „Wir erwarten, dass ähnliche schwere Sicherheitsmängel wie damals in Fukushima heute nicht mehr existieren. Angesichts dieser Naturgewalten scheint es jedoch nicht unwahrscheinlich, dass erneut Sicherheitseinrichtungen von einem Tsunami – fast alle AKW in Japan sind rund um die Inseln in Küstennähe gebaut – oder durch Erdstöße direkt ausgehebelt werden können, weil eben irgendetwas, die Konsequenz eines Nebeneffekts vielleicht, nicht vorstellbar war. Könnte man dann wieder von einem Unglück reden?“, fragt sich Wagner.

 


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