Freistädter Volksschulen stoßen an Kapazitätsgrenzen: Container als kurzfristige Maßnahme
FREISTADT. Die Freistädter Volksschulen stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen. Container wurden als kurzfristige Maßnahme aufgestellt, ein Gesamtkonzept ist in Arbeit.

Freistadt wächst seit einigen Jahren kontinuierlich - mit dem Wachstum steigen auch die Anforderungen an die Infrastruktur. Insbesondere im Bildungsbereich steht die Gemeinde vor großen Herausforderungen. Neben wachsenden Schülerzahlen sorgen auch neue pädagogische Konzepte, Deutschförderklassen und die steigende Nachfrage nach Nachmittagsbetreuung für einen erheblichen Bedarf an zusätzlichen Räumlichkeiten. Die Freistädter Volksschulen stoßen zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen.
Konzept für Schulausbau in Arbeit
Im vergangenen Schuljahr besuchten 222 Kinder die Volksschule 1 und 215 Kinder die Volksschule 2 – insgesamt also 437 Kinder. Da die bestehenden Räumlichkeiten im kommenden Schuljahr nicht mehr ausreichen, muss eine Klasse der VS 2 vorübergehend in einem Container untergebracht werden. Am Montag, 4. August, wurde die mobile Klasse angeliefert. Eine weitere Klasse der VS 2 muss in freie Räumlichkeiten der VS 1 ausweichen. Darüber hinaus wird die Bibliothek der VS 2 für eine erweiterte Nutzung baulich adaptiert.
„Wir arbeiten intensiv an einem zukunftsfähigen Konzept für die Erweiterung unserer Volksschulen“, versichert Bürgermeister Christian Gratzl. „Es ist mir ein großes Anliegen, dass alle Kinder in Freistadt optimale Lernbedingungen vorfinden.“
Sprengelzusammenlegung als möglicher Entlastungsschritt
Für Entlastung könnte eine Zusammenlegung der beiden Schulsprengel sorgen, da die Kinder dann besser auf die Klassen verteilt und so die bestehenden Räumlichkeiten optimal ausgenutzt werden könnten. Die Empfehlung der Bildungsdirektion zur Sprengelzusammenlegung, die andere Städte bereits erfolgreich umgesetzt haben, wurde am 30. Juni 2025 im Freistädter Gemeinderat diskutiert und soll mit fachlicher Unterstützung der Bildungsdirektion weiter beraten werden.
Bürgermeister Christian Gratzl setzt sich für eine Zusammenlegung der Schulsprengel ein: „Ohne diese Maßnahme müsste die Gemeinde laut Prognosen in den nächsten Jahren erneut einen Container ankaufen – das würde mit rund 130.000 Euro zu Buche schlagen. Als Gemeinde im Härteausgleich können wir uns solche Übergangslösungen nicht dauerhaft leisten. Vor allem aber müssen wir das Wohlergehen aller Kinder im Blick behalten. Sie brauchen bestmögliche Lernbedingungen – und eine Containerlösung kann immer nur eine kurzfristige Notmaßnahme sein. Herzlich bedanken möchte ich mich bei Direktorin Andrea Reindl und dem gesamten Lehrpersonal für ihren engagierten Einsatz in dieser herausfordernden Situation. Ihr täglicher Beitrag ist entscheidend dafür, dass trotz räumlicher Engpässe ein hochwertiger Unterricht und ein unterstützendes Lernumfeld für die Kinder gewährleistet bleiben.“


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