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Holzbausymposium auf der Mühlviertler Alm setzt Impulse für nachhaltiges Bauen der Zukunft

Mag. Claudia Greindl, 16.04.2026 16:19

WEITERSFELDEN. Wie kann Holz als regionaler, nachhaltiber Baustoff entscheidend zur Bewältigung aktueller Herausforderungen beitragen? Diese Frage stand im Zentrum des Holzbausymposiums der Mühlviertler Alm in Weitersfelden. 

  1 / 2   Präsentation der Holzbaubroschüre „Mit Holz Zukunft bauen“ durch Obmann Hans Holzmann und Geschäftsführerin Renate Fürst (beide Verband Mühlviertler Alm), Elisabeth Schmidt (Energiebezirk Freistadt) und Matthias Ammann (v. l.) Foto: Verband Mühlviertler Alm

Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Architektur, Bildung sowie Land- und Forstwirtschaft waren der Einladung zum Symposlium gefolgt. Das Impulsreferat kam von Matthias Ammann, Begründer der Vorarlberger Holzbaukunst. Er betonte die besondere Bedeutung von Holz als Baustoff der Zukunft: „Bauen mit Holz ist Bauen mit der Natur.“ Holz sei ein ständig nachwachsender Rohstoff, klimaverträglicher als andere Baustoffe und zugleich lebendig sowie emotional spürbar.

Zusammenspiel führt zum Erfolg

Ammann definierte auch klar, wer den Holzbau trägt: Architekten, Holzbau-Meister sowie Bauherren. Erst im Zusammenspiel dieser drei Gruppen könne erfolgreiche Baukultur entstehen. Die zentrale Erfolgsformel laute: Architektur, Handwerk und Technologie, Ökologie sowie Regionalität.

Anhand des Vorarlberger Modells wurden zehn wesentliche Erfolgsfaktoren vorgestellt. Dazu zählen unter anderem starke Netzwerke, kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit, die gezielte Förderung junger Architektur, Fachkräfteprogramme sowie die enge Zusammenarbeit unterschiedlicher Disziplinen. Ebenso entscheidend seien langfristiges Engagement und Beharrlichkeit im Dialog mit Politik und Verwaltung.

Begeisterung im Kindesalter wecken

In zwei Diskussionsrunden wurden zentrale Zukunftsthemen vertieft. Im Bereich Bildung und Fachkräfte wurde deutlich, dass die Begeisterung für den Holzbau bereits im Kindesalter beginnen müsse – etwa durch praktische Erfahrungen im Werkunterricht oder durch Einblicke in Baustellen.

Vom Wald zum Bauwerk

Die zweite Diskussionsrunde widmete sich der gesamten Wertschöpfungskette „vom Wald zum Bauwerk“. Holz wurde dabei als Schlüssel zur regionalen Unabhängigkeit hervorgehoben. Als heimischer Rohstoff könne es nicht nur zur CO₂-Speicherung beitragen, sondern auch regionale Wirtschaftskreisläufe stärken. Die Voraussetzungen mit einer aktiven und nachhaltigen Waldbewirtschaftung sind in der Region Mühlviertler Alm jedenfalls gegeben.

Mit Holz Zukunft bauen

Ein weiterer Programmpunkt war die Präsentation der neuen Holzbaubroschüre „Mit Holz Zukunft bauen“, die im Rahmen des LEADER-Projekts „Holz: regional & genial“ realisiert wurde. Diese zeigt anhand von 35 Best-Practice-Beispielen eindrucksvoll die Innovationskraft und Vielfalt moderner Holzbauprojekte und liefert umfassende Informationen zu den Themen Wald, Holzbaukultur, Bildung und nachhaltiges Bauen.

Broschüre zum Download

„Diese Broschüre soll das Bewusstsein für unseren Rohstoff Holz stärken und dessen vielfältiges Potenzial in den Vordergrund rücken“, so LEADER-Managerin Renate Fürst. Das Druckwerk kann beim Verband Mühlviertler Alm angefordert werden bzw. steht es auch auf der Homepage www.muehlviertleralm.at zum Download zur Verfügung. „Das Symposium machte deutlich: Holzbau ist weit mehr als ein Baustoff – er steht für eine zukunftsorientierte Haltung, die ökologische Verantwortung, regionale Wertschöpfung und architektonische Qualität vereint.“

 

 


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