Windkraft-Projekt Sandl geht in entscheidende UVP-Phase
SANDL. In den kommenden Tagen wird der geplante Windpark in Sandl im Rahmen des Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahrens öffentlich bekannt gemacht. Das bedeutet, dass die Projektunterlagen veröffentlicht werden und die Bürger transparent Einsicht nehmen können.

Bis Mitte Juni liegen die Unterlagen in Sandl, Rainbach und Grünbach und bei der UVP-Behörde öffentlich auf, weiters werden sie online auf der Website des Landes Oberösterreich veröffentlicht. Jede Person kann innerhalb dieser Frist eine schriftliche Stellungnahme abgeben. Nach Ende der öffentlichen Auflage werden die Stellungnahmen eingehend geprüft und eine mündliche Verhandlung angesetzt, erklärt Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne).
Sandl unter den ersten Winkraft-UVP
Das Projekt in Sandl zählt zu den ersten Windkraftvorhaben, die im Rahmen eines UVP-Verfahrens in Oberösterreich geprüft werden und stellt damit für Landesrat Kaineder einen Meilenstein für die Energiewende in Oberösterreich dar.
Mit 19 geplanten Windrädern ist dieses Projekt das größte und wichtigste Windkraftvorhaben Oberösterreichs. Das Investitionsvolumen beträgt rund 260 Millionen Euro und mit einer Stromproduktion für 125.000 Haushalte kann der Windpark Klimaschutz, Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung in eine strukturschwache Region bringen.
Gegner des Windkraftprojekts sind Teile der Bevölkerung, die sich mittels einer Bürgerinitiative artikulieren, und auch die FPÖ spricht sich klar gegen das Projekt aus. Jüngst hatte es auch von tchechischer seite Widerstand gegen den geplanten Windpark an der Grenze gegeben.


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