Hin- statt wegschauen: Amanita im Abelenzium
GAFLENZ. Die Theatergruppe feiert 2018 ihr 40-jähriges Bestandsjubiläum mit gleich zwei Stücken. Während es im November im Abelenzium turbulent zugehen soll, steht ab 2. März ein kritisches Werk am Programm.

Es war ein langersehnter Wunsch des Ensembles, wieder einmal ein sozialkritisches Stück aufzuführen. Auf der Suche nach einem solchen fiel den Darstellern und Regisseur Johann Buder Ingo Sax' Werk “Amanita“ in die Hände. Es geht darin um Missbrauch und Übergriffe inner- und außerhalb der Familie. Welche dramatischen Folgen dieser haben kann, wird im Stück besonders gut zum Ausdruck gebracht. Für die Recherche holte sich die Theatergruppe wertvolle Hilfestellungen im Psychiatrischen Therapiezentrum Ybbs. Ein Psychotherapeut und betroffene Frauen sprachen mit den Darstellern und Regisseur Buder offen über ihr Schicksal, den Folgen und Therapiemöglichkeiten.
Erstaufführung in Österreich
„Amanita“ wird in Gaflenz innerhalb Österreichs erstaufgeführt. Worum es geht: Amanita hat seit dem Tod ihres Vaters nicht mehr gesprochen. Sie bleibt allein in ihrer Welt, in die nicht einmal eine Psychologin Einlass findet. Erst ein junger Zivildiener erkennt das tragische Geheimnis der Kranken, aus dem sie sich allmählich zu befreien versucht. Es spielen Maria Riegler, Manuela Berchtold, Romana Langsenlehner und Christian Almberger.
Spieltermine
Fr., 2. März, Sa., 3. März, Fr., 9. und Sa., 10. März, jeweils um 20 Uhr im Abelenzium Gaflenz
Karten: www.theatergruppe-gaflenz.com oder im Gemeindeamt sowie Abendkasse
Eintritt: 12 Euro (Altersempfehlung ab 15 Jahren), Auskunft ab 18 Uhr unter Tel. 0664/3412526
Vorschau
„Die Blaue Maus“ von Carl Laufs, Curt Kraatz, Hugo Wiener steht im November auf dem Programm.


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