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GARSTEN. Vier Jahre harrte die ehemalige Stiftstaverne in Verlassenheit aus. Mit Günter „Hagi“ Hagauer und Frau Margie soll es in den Räumen bald wieder gesellig zugehen. Nach 27 Jahren Musiklehrerdasein hat der Garstner einen völlig neuen Weg für sich gewählt.

Margie und Günter Hagauer gestalten die ehemalige Stiftstaverne teils gehörig um. Foto: mian
Margie und Günter Hagauer gestalten die ehemalige Stiftstaverne teils gehörig um. Foto: mian

„Wenn schon umkrempeln, dann gescheit“, lacht Günter Hagauer. Im Jänner erst hat er seine Margie von den Philippinen geheiratet. Auch beruflich neu durchzustarten bot sich für ihn an. „Es war alles schon sehr eingefahren, reine Routine. Ich brauche Spannung in meinem Leben“, erklärt der 51-Jährige im Tips-Gespräch just an seinem Geburtstag, warum er den Musikschullehrerjob gegen die Schank eintauscht. Nach rund 400 Schülern unter seinen Fittichen sei der Schlussstrich fällig geworden. „Dank dem Neuanfang fühle ich mich wie 25 Jahre alt.“

Koch noch geheim

Schon recht lange schwirrte in seinem Kopf der Gedanke herum, einmal ein Beisl oder ähnliches zu führen. Seit Frühling ist klar, dass es ein bodenständiges Gasthaus sein wird - die ehemalige Stiftstaverne. Auf rund 200 m2 mit rund 150 Sitzplätzen plus 50 Gastgartenplätzen ist das Projekt etwas größer ausgefallen als geplant. „Aber es hat sich alles so gut ergeben und von der Bevölkerung und der Gemeinde habe ich vollste Unterstützung“, so Hagauer, der in Saaß zuhause ist.

Auf Bergen von Kalkulationen lag am Ende der fixe Entschluss. Nicht zuletzt als langjähriger Selbstständiger im Bereich Coaching und studierter Soziologe bringt er mit, was ein erfolgreicher Wirt gut brauchen kann. Dazu gehört aber auch der richtige Koch. Dessen Namen hält er noch geheim. Es soll sich aber um einen Steyrer handeln, der nach 25 Jahren internationaler Kocherfahrung auf heimatlichen Boden zurückkehrt und viel Begeisterung mitbringt. Gekocht wird regional, saisonal, frisch. Als I-Tüpfelchen kommen auch philippinische Speisen auf den Menüplan.

Es darf sich was ergeben

Zur zweitägigen Eröffnung Ende August gibt es Frühschoppen; am Nachmittag sind Musiker gefragt, vorbeizuschauen und vor und mit den Gästen aufzuspielen und zu singen. Von Barmusikabenden, kleinen Ensembleabenden bis hin zum Showkochen soll künftig Abwechslung in die historischen Gemäuer gebracht werden. „Was immer sich ergibt. Es wird aber kein Musiklokal, sondern ein Gasthaus für Jedermann“, so Hagauer. Freuen täte ihn aber schon, wenn der verloren gegangene Wirtshausgesang aus alten Tagen bei ihm aufleben würde. So hie und da. Dass er selbst einmal sein Instrument, das Saxofon, auspackt, schließt das ehemalige Mitglied der berühmten Wolfgang Lindner Band natürlich auch nicht aus.

Mit der in der Region früher umtriebigen Band „Gardenschlauch Jazzband“, der auch Posaunist Bertl Mütter angehörte, trat Hagauer Anfang der Achzigerjahre übrigens erstmals im Keller der legendären ehemaligen Stiftstaverne auf.

Eröffnung Gasthaus „Zum Hagi“:

Sa, 29. und So, 30. August

mit Frühschoppen, Bieranstich durch den Bürgermeister und vielen Extras.

Vorläufige Öffnungszeiten: Mo. - Fr. ab 16 Uhr, Mittwoch: Ruhetag; Samstag/Sonntag ab Vormittag

Das Zunftschild zeigt einen Bären.

www.zumhagi.com


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