Pflege-Gehälter: Verhandler an forderster Front
GARSTEN/STEYR. Mehr Geld für Pflege-Kräfte – dies wird am 9. Juli im Landtag beschlossen. Hermann Wolfthaler, Betriebsrats-Vorsitzender des LKH Steyr, war als Verhandler mit dabei und ist mit dem Ergebnis zufrieden.

„Nachdem auch der Politik der Handlungsbedarf für eine Gehaltsverbesserung aufgezeigt wurde, wollten wir trotz der schwierigen Finanzsituation ein gutes Ergebnis zustande bringen“, sagt Wolfthaler, der bei den seit März laufenden Verhandlungen im Team der Gewerkschaft öffentlicher Dienst dabei war.
Vertreter von insgesamt vier Gewerkschaften verhandelten für rund 24.000 Pflegebedienstete in Oberösterreich mit den Dienstgebern, angeführt von Landeshauptmann Josef Pühringer. „Die Leistungen in den Pflegeberufen müssen sich auch in der Entlohnung niederschlagen. Immer mehr Tätigkeiten werden von den Ärzten auf das Pflegepersonal übertragen“, betont Wolfthaler. Der Garstner verfügt selbst über 20 Jahre Berufserfahrung als Diplom-Pfleger auf einer chirurgischen Station sowie als Narkosepfleger.
OÖ hatte Aufholbedarf
Im Bundesländervergleich hat bisher vor allem diplomiertes Personal in Oberösterreich punkto Gehalt schlecht abgeschnitten. Bis Juli 2019 bekommt diese Berufsgruppe in Etappen 250 Euro brutto mehr. Die erste Erhöhung mit 100 Euro wird mit 1. Juli wirksam. Pflegehelfer bekommen 150 Euro mehr, Fachsozialbetreuer in Pflegeeinrichtungen 50 Euro mehr. Zusätzlich gibt es ab 2018 die sechste Urlaubswoche ab dem 43. Lebensjahr (bei mindestens 15 Jahren Berufsausübung). Das Gesamtpaket kostet dem Land sowie dem Städte- und Gemeindebund rund 57 Millionen Euro jährlich.


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