Freiwilliges Soziales Jahr beim Roten Kreuz in Gmünd
GMÜND. Donnerstag, 8. März 2018 ist der diesjährige Internationale Frauentag. Tips hat sich im Bezirk auf die Suche nach Frauen gemacht, die in männerdominierten Bereichen „ihre Frau“ stehen und hat sie beim Roten Kreuz gefunden.
Von ERICH SCHACHERL

Am 1. Jänner 2017 begann für Isabella Polzer aus Weißalbern bei Kirchberg/Walde eine besondere Zeit. Der erste Tag des vergangenen Jahres war gleichzeitig der erste Tag ihres Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) beim Roten Kreuz am Stützpunkt Gmünd.
Berufliche Umorientierung
Nachdem sie eine Ausbildung zur Heim- und Altenhelferin absolviert hatte, wurde ihr klar, dass diese Arbeit doch nicht das zu sein schien, was sie sich erhofft hatte: „Ich bin drauf gekommen, dass das doch nicht so mein Ding war“, erzählt sie. Also schaute sich die junge Frau nach einer anderen Beschäftigungs- und Ausbildungsmöglichkeit um. Eine soziale Tätigkeit sollte es auf alle Fälle bleiben, „weil ich sehr gerne Menschen helfe“. Von ihrer Schwester die Notfallsanitäterin beim Roten Kreuz ist, hatte sie immer wieder schon von der Arbeit bei der Hilfsorganisation gehört, das hatte Isabella gefallen. Sie begann zu recherchieren, entdeckte dabei die Möglichkeit, das FSJ beim Roten Kreuz machen zu können, meldete sich beim Stützpunkt Gmünd an, wurde aufgenommen und hatte damit die Lösung für den nächsten Abschnitt in ihrem Leben gefunden.
Freiwillige Mirtarbeiterin geblieben
Mittlerweile ist das FSJ für Isabella abgelaufen, sie ist aber immer noch als freiwillige Mitarbeiterin beim Roten Kreuz in Gmünd tätig. „Ich bin freiwillig dabei geblieben, weil es mir hier gefällt“, sagt sie mit einem Lächeln. Weil es eine besonders interessante Zeit für Isabella war: „Ich habe viel gelernt, bei den Einsätzen viel gesehen, ich konnte Erfahrungen sammeln, durfte neue Menschen kennenlernen und ich habe neue Freunde gefunden“, erläutert sie und wirkt sehr zufrieden dabei.
Ich lerne viel
Für Lisa Resanka begann das FSJ am 1. Oktober 2017. Sie ist jetzt knapp fünf Monate dabei und wirkt ähnlich wie Isabella recht zufrieden. „Es passt alles. Ich lerne viel und das kann ich auch im Alltag gut brauchen, um anderen Menschen zu helfen“, sagt sie. Ihre Entscheidung für das FSJ fiel, als sich der Beginn ihrer geplanten Ausbildung zur medizinischen Fachassistentin um ein Jahr verzögerte und sie diese Zeit sinnvoll nutzen wollte. Die Tätigkeiten beim Roten Kreuz hatten sie schon lange interessiert, weil sie von Freunden immer wieder davon gehört hatte. Somit ergab sich der naheliegende Schluss, sich für ein FSJ beim Roten Kreuz zu bewerben. Das hat geklappt und bis zum Beginn ihrer Ausbildung im Herbst 2018 in St. Pölten sammelt sie Erfahrungen und lernt beim Roten Kreuz in Gmünd.
Betreuer Lukas Machthuber
Betreut werden Isabella und Lisa so wie alle anderen Teilnehmer eines FSJ, aber beispielsweise auch Zivildiener, von Lukas Machthuber. Seit dem Jahr 2015 bietet das Rote Kreuz an, ein FSJ zu absolvieren. Lukas war von 2010 bis 2016 freiwilliger Mitarbeiter beim Roten Kreuz in Gmünd, „dann hat sich die Möglichkeit aufgetan, beim Roten Kreuz beruflich tätig zu werden und ich habe dieses Angebot wahrgenommen“, erinnert er sich.
Ausbildung zum Rettungssanitäter
Am Beginn jedes FSJ beim Roten Kreuz steht die Ausbildung zum Rettungssanitäter, „das ist die gleiche Ausbildung die auch jeder Rettungssanitäter oder Zivildiener hat, jeder bei uns macht diese Ausbildung“. Sie setzt sich aus einem theoretischen und einem praktischen Teil zusammen, dauert insgesamt 260 Stunden, beendet wird sie nach der erfolgreichen Ablegung einer kommissionellen Prüfung. „Da lernt man alles was man braucht, es ist wie eine Berufsausbildung, die allerdings nichts kostet“, schildert Lukas.
Guter Betreuer
Er hat Isabella das ganze Jahr über bestens betreut, „das hat er gut gemacht“, bestätigt sie. „Ich fühle mich auch gut betreut“, sagt Lisa. Wer Interesse hat, ein FSJ beim Roten Kreuz in Gmünd zu erleben, soll sich direkt mit Lukas telefonisch unter 059/144-55000 oder per Mail an gmuend@n.roteskreuz.at in Verbindung setzen. „Einfach anrufen, dann machen wir uns einen Termin aus, setzen uns zusammen und besprechen erst einmal alles“, informiert er. So einfach geht das.
Das Freiwillige Soziale Jahr
Das Freiwillige Soziale Jahr bietet Menschen zwischen 18 und 24 Jahren die Möglichkeit, eine bestimmte Zeit lang die Arbeit im Sozialbereich kennen zu lernen.
Weitere Informationen sind auf www.fsj-at.org zu finden.


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