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GMÜND. Medizinische Versorgung ohne Grenzen am Landesklinikum sorgt abermals für Interesse. Eine bayerische Delegation des Klinikums Weiden reiste ins Waldviertel und überzeugte sich vor Ort vom europäischen Vorzeigeprojekt.

Die deutsch-tschechische Delegation aus dem Klinikum Weiden wurde von der Standortleitung des Landesklinikums Gmünd herzlich begrüßt. Von links: Karel Novak, Christian Schneider (Zentrum für ausländische Patienten - Leiter der Organisationseinheit), Irena Vacíková (Marketing Manager, zuständig für CZ-Patienten), Kaufmännischer Standortleiter Karl Binder, Jan Rycl und Ärztlicher Standortleiter Michael Böhm.

Bereits im Mai 2015 besuchte eine Delegation aus der Euroregion Spree-Neiße-Bober die Klinik in Gmünd und überzeugte sich vom gelungenen Projekt. Nun reiste neuerlich eine Delegation des Klinikums Weiden nach Gmünd, um ebenfalls Informationen über das außergewöhnliche Projekt „healthacross“ zu erhalten. Dies aufgrund internationaler Pressemeldungen sowie einer Empfehlung des Direktors des Zentrums für zwischenstaatliche Verrechnung in Prag.  “Wir freuen uns, dass unser Projekt healthacross in practice mehr und mehr europaweit Beachtung findet. Es gibt ähnliche Projekte in anderen europäischen Grenzregionen, jedoch liegt das Gmünder Projekt in puncto Fortschritt und Umsetzung im Ranking klar voran, wie die Besucher aus Bayern glaubwürdig versicherten“, so der Kaufmännische Leiter des Standorts Karl Binder.

Das Projekt „healthacross“ des Niederösterreichischen Gesundheits- und Sozialfonds in Zusammenarbeit mit dem Landesklinikum Gmünd sorgte bereits mehrmals international für Furore. So wurde es 2011 von der EU aus über 120 eingereichten Projekten zu den vier innovativsten grenzüberschreitenden Projekten in Europa auserkoren und durfte bei den Open Days 2011 in Brüssel als „Best Practice Projekt for Social Cohesion“ vorgestellt werden. Damit erfolgte eine klare Etablierung als europäisches Vorzeigeprojekt.

Zusätzlich wurde „healthacross“ im Dezember 2014 seitens der Programmverwaltung von Österreich und Tschechien zu den besten Musterprojekten im Förderprogramm 2007 – 2013 gewählt. Auch das Folgeprojekt „healthacross in practice“, bei dem die theoretischen Erkenntnisse aus „healthacross“ in die Echtversorgung der tschechischen Patienten aus der Grenzregion für ambulante Behandlung und Notfälle umgesetzt werden konnten, war ein voller Erfolg. Mittlerweile gehört diese Versorgung zum Routinealltag am Landesklinikum Gmünd, und es konnte daraus eine Menge an Erfahrung gesammelt werden. Ein neues EU-Projekt für die Erweiterung auf grenzüberschreitende stationäre Behandlung wird derzeit ausgearbeitet.

Das Klinikum Weiden der Kliniken Nordoberpfalz AG liegt nur ca. 15 Kilometer von der tschechischen Grenze entfernt. Neben einer Projektpräsentation durch den Kaufmännischen Leiter Gmünder Spitals Karl Binder und den Ärztlichen Standortleiter Michael Böhm standen ein Erfahrungsaustausch sowie die Besichtigung des Klinikums an der Tagesordnung. Die Begeisterung der deutsch-tschechischen Delegation über die professionelle Vorbereitung und Umsetzung des Projektes war enorm. Beim Abschied sprachen die Besucher ihre ehrliche Anerkennung aus und meinten: „Wir sind beeindruckt von den vielen interessanten Informationen die sie uns durch den offenen Einblick in ihre hervorragende Arbeit gewährten.“ Eine Einladung zum Gegenbesuch wurde ausgesprochen.


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