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WEITRA. Der Verein „Weg des Friedens“ verbindet Gedenk- und Versöhnungsprojekte und Initiativen für Friedenspädagogik, für die Menschenrechte, für soziale Gerechtigkeit, für interreligiösen Dialog sowie für die Bewahrung der Schöpfung und leistet damit einen Beitrag für eine Kultur des Friedens und der Versöhnung. Heuer feiert die Gemeinschaft das fünfjährige Jubiläum. Gründer und Obmann Heinz Spindler stand Tips Rede und Antwort.

Frieden ist kein statischer Zustand, sondern erfordert einen ständigen Entwicklungsprozess sowohl im persönlichen als auch im politischen Bereich. Dazu möchten die Mitglieder des Vereins „Weg des Friedens“ einen Beitrag leisten. Foto: Verein „Weg des Friedens“

Tips: Welche Botschaft möchte der Verein vermitteln?

Heinz Spindler: Der Verein ist als Ausdruck der Sehnsucht nach Frieden und Gerechtigkeit in unserer Welt entstanden. Wir wollen aufzeigen, welches Potential an „Friedensbotschaften“ im Waldviertel und in der tschechischen Grenzregion vorhanden ist. Auf der Friedenslandkarte unserer Homepage laden derzeit 45 Wegstationen zum Besuch ein.

Tips: Was waren die Höhepunkte der Friedensarbeit in den letzten fünf Jahren?

Heinz Spindler: Dazu zählt die Friedensfahrt mit Elektroautos im Bezirk Gmünd, die Teilnahme an der Friedenswanderung über den Krimmler Tauern nach Südtirol, der Schweige- und Gedenkmarsch zum jüdischen Friedhof in Waidhofen/Thaya und die Teilnahme am Amnesty Briefmarathon sowie unsere Jahresversammlungen, die wir jeweils an unterschiedlichen Plätzen im Waldviertel durchführten.

Tips: Gibt es einen Leitspruch in Bezug auf die Friedensaktivitäten?

Heinz Spindler: Mahatma Gandhi, dessen 150 Geburtstag wir heuer feiern, hat gesagt: „Es gibt keinen Weg zum Frieden, Frieden ist der Weg.“ Ebenso wie Mahatma Gandhi sind wir überzeugt, dass die „Aktive Gewaltlosigkeit“ der einzige Weg ist, uns aus der Spirale von Gewalt und Krieg zu befreien, um dauerhaften Frieden und Gerechtigkeit auf unserem Planeten Erde zu verwirklichen. Aktive Gewaltlosigkeit ist eine „Urchristliche Haltung“, die im Gebot der Feindesliebe und in der Bergpredigt verankert ist. Aktive Gewaltlosigkeit bedeutet jedoch, dass es dafür unser „Aktiv sein“ braucht und dass wir ständig herausgefordert sind, Schritte des Friedens und der Versöhnung zu gehen.

Tips: Was charakterisiert die Friedensarbeit vom „Weg des Friedens“ noch?

Heinz Spindler: Ein wichtiger Teil unserer Friedensarbeit ist die Gedenk- und Erinnerungskultur. Wir möchten dadurch Friedensbrücken bauen zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart, aber auch grenzüberschreitend zwischen Tschechien und Österreich, wie es bei der alljährlichen Versöhnungswallfahrt (heuer am 11. Mai) geschieht. Der „Weg des Friedens“ arbeitet mit verschiedenen Friedensinitiativen zusammen wie zum Beispiel mit dem Internationalen Versöhnungsbund oder mit dem Institut für Friedensforschung und Friedenspädagogik an der UNI Klagenfurt.

Tips: Was sind die nächsten Vorhaben?

Heinz Spindler: Am 27. April feiern wir unser Fünf-Jahresjubiläum mit der Jahresversammlung und einem interkulturellem Friedensfest im Begegnungscafé der Gmünder Flüchtlingsinitiative. Bei dieser Versammlung werden wir das Projekt für die Errichtung von sechs regionalen Friedenswegen vorstellen. Längerfristig wollen wir die Vision einer Friedensregion „Südböhmen-Waldviertel-Südmähren“ realisieren. Ein Vorbild ist uns dafür die „Friedensregion Alpen Adria“ an der österreichischen Südgrenze in Kärnten.

Jahresversammlung und Friedensfest am 27. April 2019

PROGRAMM

10.30 Impulsreferate und Arbeitskreise

Harald Winkler zum Thema „Gmünd und die Fluchtbewegungen des 20. Jahrhunderts“

Thomas Samhaber über die Potentiale von grenzüberschreitenden Friedenswegen im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Mega-Trends

Heinz Spindler über die Europäische Friedensregion Südböhmen – Waldviertel – Südmähren

12.30 Mittagessen

Ausländische Mitbürger kochen für uns

13.30 Präsentation Power Point und Fotobuch über fünf Jahre „Weg des Friedens“

14.00 Interkulturelles Friedensfest

mit Liedern und Tänzen

Anmeldung notwendig bis 24. April bei heinz.spindler@aon.at

Mit Angabe, welche Programmpunkte besucht werden, sowie Anmeldung zum Mittagessen.

www.wegdesfriedens.eu


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