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BEZIRK. Ende Oktober 2015 waren beim Arbeitsmarktservice Gmünd insgesamt 1.436 Personen arbeitslos vorgemerkt, um 27 (od. 1,9 Prozent) mehr als im Vormonat und um 5,7 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Seit Februar dieses Jahres lag der Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr meist im zweistelligen Prozent-Bereich.

Besonders betroffen sind weiterhin Ältere, gering Qualifizierte und Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen. „Zur Vermittlungsunterstützung setzen wir weiterhin diverse Förderungsinstrumente ein, trotzdem nimmt die Sockelarbeitslosigkeit leider zu. Die Betroffenheit von Arbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres bei den Männern (+7,4 Prozent) höher als bei den Frauen (+4,0 Prozent). Der Anstieg der Arbeitslosigkeit lässt sich zum Teil auch mit dem Rückgang der Personen in Schulung erklären. Der Bestand an Schulungsteilnehmer liegt aktuell um 45 (od. -19,2 Prozent) unter dem vergleichbaren Niveau des Vorjahres. In Summe ergeben sich damit Ende Oktober 1.625 Personen, die entweder arbeitslos vorgemerkt oder in Schulungsmaßnahmen des AMS sind (+2,1Prozent), informiert der Geschäftsstellenleiter des AMS Gmünd, Gerhard Ableidinger. Die geschätzte Arbeitslosenquote liegt in Gmünd mit 9,2 Prozent deutlich über dem NÖ-Durchschnitt von 8,2 Prozent.

Von den insgesamt 1.436 Vorgemerkten haben 64 wieder eine konkrete Einstellungszusage für die kommenden Monate. „In absoluten Zahlen stieg die Arbeitslosigkeit am stärksten in den Handels- (+15 oder 10,5 Prozent), Land- und Forstwirtschafts- (+12 oder 34,3 Prozent) sowie Nahrungsberufen (+11 oder 78,6 prozent)“, so Ableidinger weiter.

Im vergangenen Monat wurden im Bezirk Gmünd 232 Jobsuchende neu arbeitslos, um 66 oder 22,1 Prozent weniger als im Oktober 2014. In 247 Fällen (-8 oder -3,1 Prozent) konnte die Vormerkung wiederum beendet werden. Davon konnten 98 Personen (+9 oder +10,1 Prozent) mit direkter oder indirekter Unterstützung des AMS wieder eine Beschäftigung aufnehmen, 36 sind in eine Schulung eingetreten und 113 sind aus anderen Gründen (Pension, Krankenstand, Meldeversäumnis, Auslandsaufenthalt, Wochenhilfe, etc.) aus der Vormerkung ausgeschieden.

Stellenangebot über dem Niveau des Vorjahres

Mit Ende Oktober waren 38 sofort verfügbare offene Stellen beim AMS Gmünd gemeldet, im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein erfreuliches Plus von zwölf Stellen. Im abgelaufenen Monat wurden 72 Stellen vom AMS Gmünd akquiriert und gleichzeitig 66 Stellen mit geeigneten Arbeitskräften besetzt. Die Besetzungsdauer betrug im Durchschnitt nur 16 Tage.

Türöffner für den nächsten Job: der befristete Lohnkostenzuschuss

Der Lohnkostenzuschuss, den das Arbeitsmarktservice zeitlich befristet bei der Einstellung unter anderem von älteren arbeitslosen Bewerber gewährt, hat sich als ein sehr nachhaltig wirksames Instrument erwiesen. „In den meisten Fällen stellen wir fest, dass nach Ende der Förderperiode die Person im Unternehmen eine dauerhafte Anstellung gefunden hat“, heißt es Seitens des AMS. Knapp 15 Millionen Euro stehen dem Arbeitsmarktservice in Niederösterreich heuer aus Mitteln der Bundesregierung zur Verfügung, wenn Unternehmen Jobsuchende anstellen, die 50 Jahre oder älter sind und bereits seit einem halben Jahr (oder länger) beim AMS vorgemerkt sind.


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