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Holztechnik Graf holt mit „Wilder Mann“ Sieg beim Steirischem Holzbaupreis

Daniel Schmidt, 24.10.2017 13:44

GMÜND. Die Graf-Holztechnik darf sich über eine weitere Auszeichnung freuen, denn das Aufstockungsprojekt in der Grazer Altstadt „Wilder Mann“ wurde in der Kategorie „Urbane Wohnraumerweiterung“ beim diesjährigen Holzbaupreis Steiermark ausgezeichnet. Dies ist nun schon die beachtliche 16. Auszeichnung für den Holzbau-Pionier bei Holzbaupreisen. 

Dachgeschoss-Ausbau "Wilder Mann". Foto: HBP Stmk/G.Ott
Dachgeschoss-Ausbau "Wilder Mann". Foto: HBP Stmk/G.Ott

„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung und es ist schön, wenn unsere Leistungen honoriert werden. Vor allem zeigen sich bei diesem Projekt auch die Vorzüge des Baustoffes Holz, denn die Bauweise aus Brettsperrholzplatten ermöglichte es erst überhaupt, dass ein Bau in dieser Größenordnung auf einem Dach der Grazer Innenstadt entstehen konnte“, so Michael Bauer, Geschäftsführer der Graf-Holztechnik.

Der Holzbaupreis

Insgesamt wurden 152 Projekte eingereicht, welche nach den Kriterien Architektur, Handwerkskunst und innovative Funktionalität in verschiedenen Kategorien bewertet wurden. Der Holzbaupreis zählt seit über zwei Jahrzehnten zu den wichtigsten Baupreisen der Steiermark und zeichnet Projekte aus, welche die ökologische Wohn- und Lebensqualität in den Mittelpunkt stellen.

Das Projekt

Beim Siegerprojekt „Wilder Mann“ handelt es sich um einen spektakulären Dachausbau in der Grazer Jakoministraße, der von LOVE architecture and urbanism geplant und von der Graf-Holztechnik als Teil-Generalunternehmer umgesetzt wurde.

Der Kern des historischen Gebäudes geht auf Ende des 19. Jahrhunderts zurück und das Haus selbst beherbergte schon verschiedenste Institutionen, angefangen von einem Gasthaus, einer Brauerei und später einem Hotel. In den letzten Jahren haben sich Institute der Universität für Musik und darstellende Kunst darin befunden. Zuletzt wurde das Gebäude von der Oper Graz genützt.

Durchgeführte Arbeiten

Der Altbestand wurde nun saniert und zu einem Wohn- und Bürogebäude ausgebaut. Im aufgestockten Dachgeschoß in Massivholzbauweise sind acht Penthäuser und vier weitere Wohnungen mit großen Terrassen auf drei Ebenen entstanden. Ein besonderes architektonisches Element sind die Dach- und Fassadenflächen, die eine Dachskulptur bilden, wobei sich der Dachaufbau an der Jakoministraße (straßenseitig) an die Reihe der traufständigen Dächer eingliedert und somit ein geschlossener Charakter entsteht.

Die drei obersten, neu hergestellten Geschoße wurden in Holzbauweise mit Brettsperrholzelementen hergestellt.

Die großzügig angeordneten und teilweise überdachten Terrassen schaffen darüber hinaus eine wohnliche Atmosphäre. Die gesamte Dachkonstruktion wurde ebenfalls mit Brettsperrholzplatten und einer Aufdachdämmung sowie einem hinterlüfteten, flachgeneigten Blechdach ausgeführt.


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