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„Gerechter unter den Völkern“: Dr. Arthur Lanc-Straße erinnert an Arzt, der Juden im 2. Weltkrieg half

Olivia Lentschig, 08.10.2019 09:00

GMÜND. 1.700 Juden wurden 1944 kurz vor Weihnachten von Budapest nach Gmünd deportiert. Die Überlebenden der Fahrt wurden dann von Dr. Arthur Lanc medizinisch betreut. Er und seine Frau halfen mit Medikamenten und versorgten die Gefangenen mit Kleidung und Lebensmitteln. Drei von ihnen verhalf Arthur Lanc zur Flucht und rettete so ihr Leben. 

Bürgermeisterin Helga Rosenmayer, Nationalrätin Martina Diesner-Wais, Landesrat Ludwig Schleritzko, Bezirkshauptmann Stefan Grusch, Landtagsabgeordnete Margit Göll, Oberrabbiner Arie Folger und Stadtpfarrer Rudolf Wagner Foto: NLK/Reinberger

Er wurde später von der Gedenkstätte Yad Vashem mit dem Titel „Gerechter unter den Völkern“ ausgezeichnet.

Heute wurde in Gmünd eine Straße nach Dr. Arthur Lanc benannt und ein neuer Gedenkstein für die 485 verstorbenen ungarischen Juden enthüllt. Das Land Niederösterreich wurde dabei von Landesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) vertreten.

„Auch in der heutigen Zeit sind Arthur Lanc und seine Frau wichtige Vorbilder für unsere Gesellschaft. Sie sind Vorbilder im Bekämpfen von Unrecht, auch dort, wo der Kampf schier ausweglos scheint, für das Hinschauen, wenn es anderen schlecht geht und für das Hilfeleisten, wo es uns möglich ist. Der Name „Dr. Arthur Lanc-Straße“ soll uns an das erinnern, was geschehen ist. Sie soll uns ein Mahnmal sein, wozu der Mensch fähig ist, aber vorallem auch ein ehrendes Andenken an Arthur Lanc und seine Gattin. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass „Niemals vergessen“ nie eine leere Floskel wird“, so Landesrat Schleritzko in seiner Ansprache.


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